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Dachlawine fällt auf Auto

Kommt der Hauseigentümer seinen Verkehrssicherungspflichten ausreichend nach, ist ein Warnschild nett, aber überflüssig
© Foto: Fiedels/Fotolia

Ein Hauseigentümer erfüllt in der Regel seine Verkehrssicherungspflicht im Hinblick auf Dachlawinen, wenn er Schneefanggitter anbringt. Im Zweifel ist der Fahrzeughalter verpflichtet, sein Auto an einem sicheren Ort abzustellen.


Datum:
16.12.2014
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Ein Hauseigentümer erfüllt in der Regel seine Verkehrssicherungspflicht im Hinblick auf Dachlawinen, wenn er Schneefanggitter anbringt. Im Zweifel ist der Fahrzeughalter verpflichtet, sein Auto an einem sicheren Ort abzustellen.

Die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins informiert über ein Urteil, welches das Amtsgericht München erlassen hat: Ein Autofahrer stellte seinen Pkw am Fahrbahnrand ab. Gegen 15 Uhr ging an dem Haus, vor dem er geparkt hatte, eine Schneelawine vom Dach ab, obwohl dort ein Schneefanggitter angebracht war. Die Lawine traf direkt das Auto des Mannes. Kofferraumabdeckung und Heckscheibe wurden stark beschädigt. Der Fahrzeughalter wollte den Schaden von der Hauseigentümerin ersetzt haben.

Ohne Erfolg. Das Gericht stellte fest, dass die Hauseigentümerin mit dem Anbringen der Schneefanggitter ihrer Verkehrssicherungspflicht ausreichend nachgekommen ist. Grundsätzlich habe im Fall von Dachlawinen jeder selbst für die Sicherheit seines Eigentums Sorge zu tragen. Folglich müsse auch der Pkw-Halter sein Auto an einem vor Dachlawinen geschützten Ort abstellen. Erst im Fall von konkreten Gefahren sei der Hauseigentümer verpflichtet, durch geeignete Maßnahmen Dritte vor Schäden zu schützen. Im vorliegenden Fall stellte das Gericht keine konkreten Umstände fest, die zusätzliche Maßnahmen hätten erforderlich machen können. Insbesondere sei auch das Aufstellen von Warnschildern nicht notwendig gewesen.

(tc)

Amtsgericht München

Aktenzeichen 274 C 32118/13

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