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Mecklenburg-Vorpommern: Engagiert und etabliert

Die Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbands Mecklenburg-Vorpommern war gut besucht
© Foto: Constanze Meindl

Die Fahrlehrer in Mecklenburg-Vorpommern wurden auf der diesjährigen Mitgliederversammlung von vielen Partnern für ihr Mitwirken zur Steigerung der Verkehrssicherheit gelobt.


Datum:
20.03.2014
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„Wir können die anstehenden Probleme nur gemeinsam lösen und uns nur als starker Verband Gehör in der Politik verschaffen.“ Helmut Bode, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands Mecklenburg-Vorpommern appellierte auf der 25. Mitgliederversammlung in Linstow an seine Mitglieder, sich konstruktiv mit der Überalterung des Verbands auseinanderzusetzen und unter den Fahrlehrern des Landes für eine Verbandsmitgliedschaft zu werben. Denn nur geschlossen und mit einer Stimme sprechend könnten die Interessen der Fahrlehrerschaft vertreten werden.

Dass es den Mecklenburg-Vorpommern gelungen ist, sich Gehör in der Politik zu verschaffen, bewies der Besuch des Ministers für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, Christian Pegel. Der SPD-Mann zeigte sich beeindruckt von Zusammenhalt und Solidarität innerhalb der Fahrlehrerschaft. Dies nicht nur unter den Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch auf Bundesebene, was der Besuch der Vorsitzenden aus anderen Landesverbänden deutlich mache.

Doch der Infrastrukturminister kam nicht nur, um sein Grußwort zu sprechen, sondern vor allem wollte er „Zuhören und Anregungen mit nach Schwerin nehmen“. Er lobte das Engagement der Fahrlehrer als wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und freute sich über die „breite Präsenz im ganzen Land und nicht nur in den großen Städten“. Denn gerade im ländlichen Raum sei das Engagement der Ausbilder besonders wichtig, da dort der Führerschein als „Freiheit durch selbstbestimmte Mobilität“ und quasi als „Eintritt in die Erwachsenenwelt“ verstanden werde. Hier seien Fahrlehrer für die jungen Menschen verantwortungsvolle Begleiter. Zum einen in der technischen Ausbildung, zum anderen aber auch bei der Vermittlung von Werten.

Der Minister stellte aber nicht nur die Fahranfänger in den Fokus. Gerade in einem Flächenland gewinne Mobilität bei älteren Menschen an Bedeutung. Hier lobte Pegel das Programm des Fahrlehrerverbandes „Senioren in Fahrt“ als wichtigen Baustein zur Steigerung der Verkehrssicherheit. In dieser seit gut dreieinhalb Jahren laufenden Initiative bekämen ältere Verkehrsteilnehmer von Fahrlehrern quasi ein „Update“ in Sachen Verkehrssicherheit und -recht. Dieses Engagement bezeichnete Pegel als „kluge und wichtige Hilfe der Fahrlehrerschaft“. Wie der Verbandsvorsitzende Bode ergänzte, arbeiten mittlerweile 44 Kollegen in diesem Programm mit und haben allein im Jahr 2013 über 1.100 Senioren geschult – das entspräche einer Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr.

Bei der anstehenden Reform des Fahrlehrerrechts werde sich Mecklenburg-Vorpommern „konstruktiv und im Sinne der Fahrlehrer im Land“ in die Debatte einbringen, erläuterte Pegel weiter. Der Minister berichtete von einer Bund-Länder-Gruppe, die ein Eckpunktepapier mit wichtigen Vorschlägen erarbeitet hat. Eine Ausbildung im dualen System – ähnlich wie bei Lehrberufen im Handwerk – würde eine optimale Verzahnung von Theorie und Praxis gewährleisten. „Wir unterstützen den Fahrlehrerverband bei seinem Anliegen, die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern“, versprach Pegel abschließend.

Lob für die Fahrlehrerschaft, besonders als „Partner in der Unfallprävention“, sprach Hans-Joachim Hacker, Präsident der Landesverkehrswacht Mecklenburg-Vorpommern, aus. Mit den Fahrlehrern verbinde die Landesverkehrswacht ein gemeinsames Ziel: die Zahl der Unfälle, Verletzten und Getöteten weiter zu reduzieren. Er berichtete unter anderem von der Aktion „Crashkurs MV“, bei der Betroffene von schweren Verkehrsunfällen erzählen. Er warb um die anwesenden Fahrlehrer, sich an der Aktion zu beteiligen.

In seinem Vortrag „Fahrschulen zwischen dem Druck ständiger Veränderung und den Auswirkungen des Demografischen Wandels“ machte  der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF), Gerhard von Bressensdorf klar, welchen „ständigen Veränderungen“ Fahrlehrer ausgesetzt sind: Ein ewiges Hin und Her bei der Fahrerlaubnisverordnung, Optimierung der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung, Optimierung der praktischen Fahrerlaubnisprüfung, Reform des Fahrlehrergesetzes und schließlich – das wohl größte Ärgernis für den Vorsitzenden: die Reform des Verkehrszentralregisters. Besonders der Wegfall der – verpflichtenden – Aufbauseminare für Punkteauffällige (ASP) und deren Ersatz durch das – freiwillige – Fahreignungsseminar (FES) bereitet dem BVF-Vorsitzenden Bauchschmerzen. 6.500 ASP-Leiter gäbe es heute. Bei der zu erwarteten Anzahl freiwilliger FES-Teilnehmer blieben pro Kursleiter – vorausgesetzt alle würden sich umschulen lassen – gerade einmal ein Seminarteilnehmer pro Fahrschule und Jahr. Auch wenn nach gesetzlichen Vorgaben sechs Teilnehmer pro Kurs zugelassen sind, so rät v. Bressensdorf den Fahrschulen jedoch, sich darauf einzustellen, dass sie eher mit einem Teilnehmer pro Kurs rechnen sollten.

Lust auf etablierte Erfolgsmodelle und innovative Antriebe machte Bernd Nentwig, Fahrschul-Ansprechpartner des Hauptausstellers Audi. Der Mann aus Ingolstadt stellte neben den bewährten Fahrschulmodellen, Audi A3 und A1, auch Lösungen, wie den Audi A3 e-tron vor. Der erste Premium-Kompaktwagen mit serienmäßigem Plug-in-Hybridantrieb schafft in Kombination mit der TFSI-Technologie eine Reichweite von fast 1.000 Kilometern – bei einem kombinierten Verbrauch von 1,5 Litern pro 100 Kilometer.

Daneben stellte Nentwig die Möglichkeit vor, im Rahmen der Aktion „Dein erster Audi“ als Fahrlehrer 200 Euro Vermittlungsprämie für einen Fahrschüler zu bekommen, der bei Audi sein erstes Fahrzeug kauft. Die Fahrschüler erhalten eine Kaufhilfe von 1.500 Euro.

Über noch mehr Service können sich die zahlreichen Mitglieder der Fahrlehrerversicherung freuen. Wie Rolf Schrade, das neue Vorstandsmitglied des Branchenversicherers, erklärte, hat sich das Unternehmen in Sachen Kundenservice noch breiter aufgestellt. Nun sind „noch mehr Telefondrähte offen“, damit den Kunden schnell und kompetent am Telefon weitergeholfen werden kann. „Bei uns müssen Sie nicht mit einer Blechbox reden – bei uns sprechen Sie mit Menschen“, umschrieb Schrade den Servicegedanken. Einen anderen Kompetenzaspekt hob Schrade ebenso heraus: Die Direktionsbeauftragten des Versicherungsvereins sind bei ihrer Beratung nicht von einer Provision abhängig, sondern bekommen ein Festgehalt. So kann sichergestellt werden, dass die Beratung tatsächlich im Sinne des Kunden – und nicht im Sinne des Beraters – erfolgt.

Im internen Teil der Mitgliederversammlung stand eine ganz besondere Ehrung an. Der langjährige Vorsitzende Hans-Joachim Bahls wurde mit der goldenen Ehrennadel des Verbands ausgezeichnet. Daneben wurden zahlreiche weitere Mitglieder für ihre langjährige Fahrlehrertätigkeit geehrt.

Außerdem standen die Stellvertreter Bodes zur Wahl. Wie vorgeschlagen wurden die vier Kreisvorsitzenden Klaus Petermann, Thomas Poddig, Torsten Poschmann und Bodo Botsch – dieser tritt an die Stelle von Klaus Palliwoda – von den Mitgliedern gewählt.

(cm)


Die Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbands Mecklenburg-Vorpommern 2014

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