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Stark im Team

Eine sichtlich entspannte Atmosphäre herrschte bei der Mitgliederversammlung des Fahrlehrerverbands Bremen
© Foto: Sylke Bub

Der Fahrlehrerverband Bremen absolvierte die erste Mitgliederversammlung mit dem vollständig neu gewählten Vorstand – und der kam bei den Mitgliedern gut an.


Datum:
26.04.2016
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Der Verband – das sind nicht nur die Gestalten, die hier vorne sitzen. Der Verband – das sind wir alle!“ Diese Worte aus dem Grußwort von Frank Walkenhorst, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Schleswig-Holstein, zur Jahreshauptversammlung des Nachbarverbandes Bremen, griff auch Bremens Landesvorsitzender Michael Kreie in seinem Geschäftsbericht auf: „Im Team sind wir stark“, sagte er nachdrücklich und forderte seine Mitglieder auf, aktiv mitzumachen. Er erklärte den Teilnehmern detailliert, wie sich der Landesverband nach dem turbulenten vergangenen Jahr neu aufgestellt hat und erntete für seine Arbeit breite Zustimmung. Mit nur zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung wählten die Bremer Michael Kreie erneut zu ihrem Vorsitzenden.

 Steffen Breyer, Referatsleiter beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, sprach über die Reform des Fahrlehrerrechts und formulierte sein persönliches Ziel: „In einem Jahr haben wir ein neues Fahrlehrergesetz geschaffen, mit dem Sie als Fahrlehrer und wir als Behörde gut leben können und mit dem wir den Beruf so attraktiv wie möglich machen.“

Dieter Quentin, 2. stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände,  machte deutlich, wie weit es der Berufsstand im europäischen Vergleich bereits gebracht hat: „Wir sind eines von nur drei Ländern in Europa, in der es ausschließlich die professionelle Fahrausbildung gibt.“ Außer Deutschland verzichten nur Dänemark und Portugal auf die Laienausbildung. „Und wir haben ein klares Bekenntnis unserer Politik zur professionellen Fahrausbildung“, so Quentin weiter.

Zwischen 1.573 und 3.343 Euro pro Monat verdienen Fahrlehrer im Bundesdurchschnitt, erklärte der BVF-Vize. Damit lägen sie zwischen Erziehern, die zwischen 1.599 und 3.078 Euro monatlich erhalten und Sozialpädagogen. Deren Verdienst liege zwischen 1.881 und 3.681 Euro. In Bremen verdienen Fahrlehrer etwas mehr als im Bundesdurchschnitt. Ihr Monatsverdienst liege zwischen 1.966 und 4.170 Euro, sagte Quentin.

Bernd Rimpl vom TÜV Nord ärgerte sich über die zunehmend professionellen Manipulationsmethoden bei der Theorieprüfung. „Das sind gut vorbereitete Hightech-Manipulationen!“ Da das den Gesetzgeber offensichtlich nicht interessiert, versucht der TÜV nun, so gut es geht, Methoden zu finden, um die Manipulationen zu erschweren. „Wir versuchen gerade in einem Projekt einen Prüfungsraum so zu verändern, dass Übertragungen nach draußen verhindert werden.“ Dafür werden beispielsweise Fensterfolien und Abschirmtapeten getestet. Denkbar seien auch Handyfinder und Kamerascanner, „aber wir wollen und dürfen uns nicht als Polizei betätigen.“ Der Gesetzgeber sei in der Pflicht, Manipulationen härter zu bestrafen als mit der Verlängerung der Wartezeit bis zur nächsten Prüfung von zwei auf sechs Wochen, sagte Rimpl.

Eine erstaunliche Zahl hatte der TP-Leiter zum Thema BF17 mitgebracht: „Während der Anteil der BF17-Fahranfänger in den anderen Bundesländern zwischen 40 und 50 Prozent liegt, nehmen in Bremen nur 24,5 Prozent der Jugendlichen diese Möglichkeit wahr.“ Rimpl sprach auch über das elektronische Prüfprotokoll und insbesondere über die zeitliche Planung: „Wir gehen davon aus, dass wir 2017 das ePrüfprotokoll einführen werden.“ Als weitere „Anpassung an den technischen Fortschritt“ kündigte Rimpl für die Theorieprüfung die Umstellung auf das Bildformat 16:9 an. Für weitere Informationen rund um die Fahrerlaubnisprüfung empfahl er die Internetseite https://fahrerlaubnis.tuev-dekra.de/

Auch Rolf Schrade, Mitglied des Vorstands der Fahrlehrerversicherung, hatte nicht nur aktuelle Zahlen, sondern ebenso einen Internet-Tipp mitgebracht. Unter www.tis-gdv.de veröffentlichen die Deutschen Transportversicherer regelmäßig ein "Foto des Monats", auf denen skurrile Arten der Ladungssicherung gezeigt werden.

Über die Vorteile eines Erdgasfahrzeugs wurden die Teilnehmer durch Andreas Lieberum von der Bremer Offensive Erdgas informiert. Er empfahl Interessierten die Website www.bremer-erdgasfahrzeug.info.

Auch Matthias Lorenz von Hauptsponsor Volkswagen riet den Fahrlehrern, Erdgasfahrzeuge in ihren Fuhrpark aufzunehmen. „Es lohnt sich allein schon aus Kostenaspekten, über ein Erdgasfahrzeug nachzudenken!“ Lorenz empfahl den Teilnehmern die eigens für den Berufsstand erstellte Internetseite: www.volkswagen-fahrschulportal.de

(Sylke Bub)


Mitgliederversammlung Bremen 2016

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