Montag, 18. März 2019

15.06.2018Nachrichten

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Alkoholtest im Ausland: Kooperation statt Knast

Festnahme
So schnell kann es in Schweden gehen: Wer beim Alkoholtest nicht spurt, wird festgenommen und zum Bluttest gezwungen
© Foto: Fotokitas/stock.adobe.com

Autofahrer, die in einigen europäischen Ländern unwirsch eine Alkoholkontrolle ablehnen, kriegen richtig Ärger. Der ADAC berichtet, was Alkoholtest-Verweigerern droht.

„Wer in Österreich eine Alkoholkontrolle ablehnt, dem unterstellt die Polizei automatisch einen Alkoholwert von 1,6 Promille“, teilt der Automobilclub mit. Hinzu komme eine Geldstrafe in Höhe von 1.600 bis 5.900 Euro, außerdem werde Ausländern die Fahrberechtigung in Österreich aberkannt – für mindestens ein halbes Jahr. Dieselben Konsequenzen drohen laut ADAC, wenn ein Alkomat-Test verweigert wird.

Straftatbestände und Freiheitsstrafen

Strenger reagieren die Niederländer: Wer dort einen Atem- oder Blutalkoholtest zurückzuweist, begeht laut ADAC eine Straftat – ganz gleich, ob der Fahrer Alkohol im Blut hatte oder nicht. Obendrein gibt es ein Bußgeld in Höhe von 1000 Euro sowie ein Fahrverbot von neun Monaten. Auch die Schweiz versteht keinen Spaß bei verweigerten Alkoholtests: Diese „Vereitelung von Maßnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit“ wird nach Angaben des ADAC mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet. Luxemburg verlange ein Bußgeld zwischen 500 und 10.000 Euro. Möglich sei außerdem eine Haftstrafe von drei Tagen bis acht Jahren.

Schweden: Zwangsweise Blut abzapfen

In Frankreich wird man mit bis zu 4.500 Euro zur Kasse gebeten, außerdem kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren in Betracht kommen. 1.500 bis 6.000 Euro und/oder Freiheitsstrafe von drei bis zwölf Monaten seien in Italien bei einer nicht bewilligten Alkoholmessung fällig, informiert der ADAC. Und in Schweden können renitente Kraftfahrer gleich einmal festgenommen werden, um deren Blut zwangsweise zu untersuchen.

(tc)

 

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