Die Veranstaltung findet parallel zur Verkehrsministerkonferenz statt, in der – ebenfalls in Lindau – über die Reform der Fahrausbildung diskutiert wird.
Die geplante radikale Reform der Fahrschulausbildung stößt bei der BVF und ihren Landesverbänden auf erbitterten Widerstand. Nach dem Bekanntwerden der Eckpunkte im Oktober 2025 wurde sofort gegengesteuert. Es wurden Aktionen und Gegeninitiativen besprochen, organisiert, in die Wege geleitet. Es floss viel Zeit in Arbeitsgruppen, Besprechungen, Videokonferenzen, Stellungnahmen, Websites (lebenistunbezahlbar.de) oder Präsentationen für öffentliche Auftritte.
Auch wenn noch kein formales Rechtsetzungsverfahren in Gang gesetzt wurde: Die Landesvorsitzenden und der geschäftsführende Vorstand der BVF stemmen sich schon vorab mit aller Kraft gegen Schnieders gesetzgeberischen Kahlschlag in der Verkehrssicherheit. Und wollen nun zusammen mit weiteren Experte und Deutschlands Fahrlehrerschaft in Lindau geballte Präsenz zeigen.
Fachliche Expertise für die Verkehrssicherheit
Die Verkehrssicherheitskonferenz in Lindau soll nun die Standpunkte und Meinungen von BVF, Landesverbänden, Verlagen, Verkehrsexperten und -forschern wie unter dem Brennglas zeigen. Ohne Geschrei und populistische Stimmungsmache, dafür mit fachlicher Expertise und klarem Kurs pro Verkehrssicherheit.
Jürgen Kopp, Vorsitzender der BVF, stellt die Ziele der Verkehrssicherheitskonferenz dar: „Wir wollen in aller Deutlichkeit aufzeigen, was Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland ausmacht: Nämlich, dass diese von einer professionellen Fahrausbildung in allen Fahrerlaubnisklassen begleitet wird.“
Diese dürfe nicht nur auf das Bestehen der Fahrerlaubnisprüfung abzielen, sondern auch darauf, Fahranfänger so auszubilden, dass sie auch nach einer bestandenen Prüfung sicher und gesund nach Hause zu kommen. „Das liegt im Interesse der Gesellschaft, der Eltern und der Fahranfänger“, betont Kopp.
Man wolle aufzeigen und begründen, „warum die absolute Mehrheit der Fahrlehrerschaft hinter der Optimierung der Fahrausbildung durch die OFSA-Projekte steht und wie durch eine kluge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis, zwischen Präsenzunterricht und selbständigem digitalen Lernen echte kostensparende Effizienz für den Fahrerlaubnisbewerber entsteht“. Und warum eine Fahrausbildung durch Laien zur Verteuerung des Fahrerlaubniserwerbs beitrage – und deshalb zum Scheitern verurteilt sei.
Bitte zahlreich anmelden und nach Lindau kommen!
Das umfangreiche Programm der Verkehrssicherheitskonferenz in Lindau dreht sich natürlich um das Mega-Thema Reform der Fahrausbildung, um den richtigen Weg dorthin sowie um Punkte wie Digitalisierung, Simulatoreinsatz und Bezahlbarkeit. Außerdem sollen die künftigen Anforderungen in der Fahrerlaubnisprüfung behandelt werden sowie die möglichen Auswirklungen der Reform auf die Kfz-Versicherungstarife. Das genaue Programm der Veranstaltung sowie alle Referenten wird noch auf https://fahrlehrerverbaende.de/ sowie hier bei fahrschule-online.de bekannt gegeben.
Alle Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer sind eingeladen, an der Lindauer Verkehrssicherheitskonferenz am 25. und 26. März 2026 teilzunehmen. Im „Atrium“ der Denkfabrik, Kemptener Str. 99, stehen bis zu 800 Plätze zur Verfügung. Ein Livestream für alle, die es nicht nach Lindau schaffen, ist in Planung. „Unterstützen Sie durch Ihre Teilnahme vor Ort unseren Berufsstand, unsere Verkehrssicherheit, unsere Werte“, sagt Jürgen Kopp.
Unter der E-Mail-Adresse info@bvf-deutschland.de ist eine formlose Anmeldung möglich. Die Anmeldungen werden nach dem Datum ihres Eingangs berücksichtigt.