Dienstag, 20. November 2018

19.04.2018Recht

drucken email

Crash auf stillgelegtem Flugplatz

Fahrsicherheitstraining
Teilnehmer an einem Fahrsicherheitstraining müssen damit rechnen, nach Unfällen zahlen zu müssen
© Foto: Horst Schmidt/fotolia

Die Deutsche Anwaltshotline berichtet von folgenden Fall: Bei einem Fahrsicherheitstraining fuhren zwei Motorräder dicht hintereinander. Es kam zu einem Unfall, als der erste Motorradfahrer stürzte und das zweite auffuhr.

Der zweite Motorradfahrer wollte Schadenersatz vom ersten – der das allerdings ablehnte: Er hafte nicht, stellte er klar, da das Fahrsicherheitstraining außerhalb des öffentlichen Verkehrsraums – auf einem stillgelegten Flugplatz – stattfand. Zudem sei über den Veranstalter untereinander ein Haftungsausschluss vereinbart worden. 

Das Gericht sah das anders: Ein derartiger Haftungsausschluss sei in Allgemeinen Geschäftsbedingungen laut Bürgerlichem Gesetzbuch nicht zulässig. Das gelte als „überraschende Klausel“. Außerdem würden die Teilnehmer selbstverständlich auch außerhalb des öffentlichen Verkehrsraums für den Betrieb ihrer Fahrzeuge haften.

Oberlandesgericht Brandenburg

Aktenzeichen 12 U 55/13

(tc)

 

Aktuelle Magazin-Ausgabe

Ausgabe 11/18

Titelbild