Donnerstag, 25. April 2019

10.04.2017Nachrichten

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Deutschland: Jeder Siebte stirbt durch Rauchen

Raucher
Die Zahl der Menschen, die in Deutschland durch Rauchen sterben, wird größer
© Foto: Christin Klose/Picture Alliance/dpa Themendienst

Rauchen im Fahrschulauto ist heute ein "No-go" und auch sonst sind die Raucher im öffentlichen Bild weitaus seltener geworden. Trotzdem gibt es offensichtlich noch viele in Deutschland. Das offenbart eine weltweite Tabakstudie, über die spiegel-online berichtet. Jeder siebte Todesfall in Deutschland ist demnach durch Rauchen verursacht.

Jeder vierte Mann in Deutschland raucht regelmäßig - damit liegen die Männer im weltweiten Durchschnitt. Während aber weltweit nur jede zwanzigste Frau Raucherin ist, ist es in Deutschland jede fünfte. Die Zahl der Raucher ist demnach zwar in den vergangenen 25 Jahren zurückgegangen, aber nur leicht (pro Jahr im Schnitt 0,9 Prozent bei den Männern und 0,3 Prozent bei den Frauen).

Weniger Todesfälle und körperliche Behinderungen durch das Rauchen gibt es trotz des leichten Rückgangs aber nicht - im Gegenteil. Die Todesfallzahlen steigen und das wird auch weiter anhalten, sagt Ute Mons, die die Stabstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums leitet. "Die geburtenstarken Jahrgänge der Fünfziger- und Sechzigerjahre, von denen vergleichsweise viele zur Zigarette gegriffen haben, kommen jetzt in ein Alter, in dem das Risiko für tabakbedingte Erkrankungen besonders hoch ist, was zu einem Anstieg der tabakbedingten Todesfälle führen wird", erklärt sie.

(bub)

 

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