Dienstag, 20. November 2018

11.08.2014Nachrichten

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Gegen Müdigkeit hinterm Steuer

Müdigkeit am Steuer
Müdigkeitswarner können helfen, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen
© Foto: Bernd Leitner/fotolia

Brennende Augen, eine erhöhte Blendempfindlichkeit oder Schwierigkeiten, die Spur zu halten – die Anzeichen von Müdigkeit sind vielfältig. Doch statt eine Pause einzulegen, fahren viele Menschen weiter, um rasch ihr Ziel zu erreichen. Technische Assistenten, sogenannte Müdigkeitswarner, bleiben aufmerksam und signalisieren dem Fahrer, wann er eine Pause einlegen muss.

„Müde Fahrer neigen dazu, kurzzeitig gar nicht zu lenken und anschließend abrupt zu korrigieren. Das Sehvermögen und die Reaktionsfähigkeit nehmen deutlich ab“, erklärt Prof. Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW) und Bundesminister a.D. „Durch ihr unberechenbares Fahrverhalten und das Risiko, von der Fahrspur abzukommen, gefährden sie sich und andere Verkehrsteilnehmer. Müdigkeitswarner können hier die Sicherheit erhöhen.“

Gerade Vielfahrer kann dieses Fahrerassistenzsystem unterstützen, das permanent das Fahr- und Lenkverhalten des Fahrers analysiert. Es nimmt die Anzeichen einer nachlassenden Konzentration wie abrupte Lenkmanöver auf und kombiniert diese mit weiteren Daten wie der Tageszeit, der Geschwindigkeit des Fahrzeugs oder dem Blinkverhalten. Aus allen Angaben ermittelt es einen „Müdigkeitsindex“. Sobald dieser einen vordefinierten Wert überschreitet, warnt das System den Fahrer mittels eines optischen, akustischen oder haptischen Signals. „Die Hinweise sollte jeder Fahrer ernst nehmen und umgehend eine Pause einlegen. Wer versucht, sich mit lauter Musik oder einem geöffneten Fenster wach zu halten, verschafft dem Körper nur zusätzliche Stressfaktoren", betont Bodewig.

Bei allem technischen Fortschritt, ist der Müdigkeitsassistent dennoch als Ergänzung zu verstehen. Autofahrer sollten, sobald sie sich müde fühlen, eine Pause einlegen – unabhängig davon, ob der Assistent bereits ein Warnsignal abgegeben hat oder nicht. „Eine gesunde Selbsteinschätzung des Fahrers ist nach wie vor die sicherste Unfallverhütung“, so Bodewig.

(se)

 

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