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ACE: Smartphones sind Grund für steigende Unfallzahlen

Handys sind ein Faktor, der die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland steigen lässt. Davon geht der ACE aus
© Foto: Martinan/Fotolia

Laut der Verkehrsunfallstatistik 2015 ist die Zahl der Verkehrsunfälle und Verkehrstoten gegenüber 2014 gestiegen. Der ACE fordert nun, dass bei der polizeilichen Unfallaufnahme auch ermittelt wird, ob zum Unfallzeitpunkt telefoniert, gesimst oder gesurft wurde.


Datum:
04.03.2016
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Der ACE Auto Club Europa sieht die Ursache für die erneut gestiegene Zahl an Unfällen und Verkehrstoten unter anderem darin, dass immer mehr Fahrer durch Smartphones abgelenkt werden. Aber auch unzureichende Ausgaben für die Verkehrswege und die Verkehrssicherheitsarbeit könnten die Entwicklung verstärkt haben, teilte der ACE in einer Pressemitteilung mit. Das Statistische Bundesamt hatte Ende Februar die offizielle Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2015 veröffentlicht. Demnach ist die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent auf 2,5 Millionen gestiegen. 3.475 Menschen starben im Jahr 2015 auf deutschen Straßen, das bedeutet einen Anstieg von 2,9 Prozent. Somit stieg bereits zum zweiten Mal in Folge die Zahl der Verkehrstoten.

„Der Trend ist fatal: Die Unfallzahlen nehmen zu und die Verantwortlichen tun so, als könnten sie sich das nicht erklären. Wer jedoch bei Handysündern nicht konsequent vorgeht, braucht jetzt nicht überrascht sein, dass die Unfallzahlen steigen. Aus unserer Sicht sollte im Zuge der polizeilichen Unfallaufnahme künftig grundsätzlich auch ermittelt werden, ob zum Unfallzeitpunkt telefoniert, gesimst oder gesurft wurde. Das geschieht bislang nicht. Doch nur auf diese Weise können belastbare Daten und Fakten zum Unfallrisiko durch Smartphones erhoben und von der Unfallforschung ausgewertet werden“, sagt Matthias Knobloch, Abteilungsleiter Verkehrspolitik beim ACE.

Der Verkehrsexperte betont, dass die aktuellen Zahlen zeigen, dass abnehmende Unfallzahlen kein Selbstläufer sind. Was in vielen Jahren erarbeitet worden sei, dürfe jetzt nicht dem Rotstrich geopfert werden. „Doch genau das ist in den vergangenen Jahre geschehen: Gelder wurden gekürzt oder gestrichen – die Verkehrswege zeigen sich in einem mangelhaften Zustand und die Präsenz der Polizei ist im Straßenverkehr in vielen Bundesländer deutlich zurückgefahren worden. Wenn Bund und Länder in den nächsten Jahren nicht deutlich mehr Geld für die Verkehrswege und die Verkehrssicherheitsarbeit zur Verfügung stellen, wird die Bundesregierung ihr Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis zum Ende des Jahrzehnts um 40 Prozent gegenüber dem Wert von 2010 zu reduzieren, wohl endgültig kassieren müssen“, warnte Knobloch.

(ts)

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