ADAC: Hardware-Nachrüstung gerät ins Stocken

Bisher wurden zu wenige alte Diesel umgerüstet, kritisiert der ADAC
© Foto: Ohde/Bildagentur-online/picture-alliance

Im Kampf gegen Diesel-Fahrverbote wurde lange über Umbauten direkt an den Motoren gestritten. Als die Entscheidung gefallen war, diese ins staatliche Maßnahmenpaket gegen schmutzige Stadtluft aufzunehmen, wurde zunächst Klarheit geschaffen. Der ADAC kritisiert, dass seitdem aber nicht mehr passiert ist.


Datum:
31.07.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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Hardware-Nachrüstungen älterer Diesel für einen geringeren Schadstoffausstoß kommen nach Ansicht des ADAC zu langsam in Gang. So seien bisher nur wenige Fahrzeuge technisch nachgerüstet worden, erläuterte die Fachzeitschrift Autohaus mit Verweis auf neue Recherchen des ADAC. Demnach hätten bis Mitte dieses Jahres nur rund 300 Mercedes-Fahrer eine Nachrüstung vorgenommen und bei Daimler einen Kostenzuschuss beantragt. Bei Volkswagen seien es knapp 30 gewesen. Der ADAC kritisierte dies als unbefriedigend.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte bereits vor einem Jahr erste Genehmigungen für Nachrüstsysteme erteilt. Die Umbauten direkt am Motor sollten Teil eines Maßnahmenpakets der Bundesregierung sein, um Fahrverbote für ältere Diesel zu vermeiden. Weil bisher so wenige Autofahrer diese Möglichkeit nutzten, fordert der ADAC nun bessere Rahmenbedingungen, berichtet autohaus.de. Denn die Nachrüstung mit sogenannten SCR-Systemen scheitere teils auch an Kosten von bis zu 3.500 Euro für Pkw.

Förderung muss bundesweit gewährleistet sein

Von den Autobauern beteiligten sich bisher nur Daimler und Volkswagen an einer Förderung, hat der ADAC herausgefunden. Diese gebe es zudem nur in bestimmten Städten, die massiv von einer hohen Schadstoffbelastung betroffen seien. Im Sinne des Umweltschutzes sei es aber notwendig, die Förderung bundesweit zu gewährleisten und weitere Hersteller dazu zu verpflichten, fordert der ADAC.

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