Ältere Verkehrsteilnehmer als Risiko-Gruppe

Ältere Menschen verlieren überdurchschnittlich häufig die Kontrolle über ihre Pedelecs, stellte die UDV fest
© Foto: corratec/dpp

Pedelecs werden immer beliebter – und sind leider immer öfter in Unfälle verwickelt. Statistiken belegen diese bedenkliche Entwicklung.


Datum:
20.04.2018

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Nach Angaben des Goslar Instituts und des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) sind in Deutschland 3,5 Millionen Pedelecs unterwegs. 2017 seien knapp 700.000 neu hinzugekommen, berichtet der ADFC. Das sind rund 25 Prozent mehr als im Jahr davor.

Aber: Auch Unfälle gab es mehr. Das Statistische Bundesamt registrierte laut Goslar Institut in den ersten drei Quartalen des Jahres 2017 knapp 4.300 Pedelec-Unfälle mit Personenschäden - 28 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 55 Pedelec-Fahrer kamen ums Leben.

Für die Unfallforschung der Versicherer (UDV) stellen dabei immer mehr ältere Verkehrsteilnehmer eine „Pedelec-Risikogruppe“ dar. Ihr Anteil sei überdurchschnittlich hoch, heißt es bei der UDV. „Viele Ältere fahren mithilfe des Elektromotors schneller, als es ihren Fähigkeiten entspricht“, begründen die Unfallforscher diese Entwicklung. Dabei würden sie leicht die Kontrolle über ihr Gefährt verlieren. „Diese Gefahr könnte entschärft werden, wenn die Pedelecs in ihren Eigenschaften dem Fahrrad stärker angeglichen würden: Demnach sollte jemand, der auf dem Fahrrad mit eigener Muskelkraft kaum über Schrittgeschwindigkeit hinauskommt, mit dem Pedelec nicht 25 km/h schnell unterwegs sein dürfen.“

(tc)

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