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Aquaplaning: So kündigt sich die Gefahr an

Bei einem geschlossenen Wasserfilm auf der Fahrbahn heißt es für Autofahrer: Achtung! Denn droht Aquaplaning droht
© Foto: Conny Kunz/TÜV SSüd

Beginnt es plötzlich zu regnen, sollten Autofahrer achtgeben: Es droht Aquaplaning. Der TÜV Süd erklärt, wie Wagenlenker die Gefahr frühzeitig erkennen. Und sie geben Tipps, wie Autofahrer bei Regen sicher unterwegs sind.


Datum:
30.05.2016
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Gewitter und Platzregen sind im Frühjahr keine Seltenheit. Kommt der Regen allerdings plötzlich und sehr stark, sollten Autofahrer achtgeben. Denn zum einen wird die Sicht miserabel, zum anderen droht Aquaplaning.

Lautes Warnsignal

Letzteres würde sich allerdings ankündigen, sagen die Experten von TÜV Süd. Meist sei die Fahrbahnoberfläche bereits mit einem Wasserfilm versehen. Wer genau aufpasse, könne außerdem oft das laute Geräusch von Wasser hören, das in die Radkästen oder unter den Fahrzeugboden spritze. Ein großes Warnsignal schicke das Auto bereits, wenn die Räder durchdrehen oder die Zeiger von Drehzahlmesser und Tachometer ständig zucken würden. Ruckle die Lenkung, sei das ebenfalls ein Zeichen dafür, dass die Räder immer wieder den Kontakt zum Boden verlieren würden.   

Und wie fährt man auf nassen Straßen sicher? Die Experten von TÜV Süd geben eine Reihe von Tipps:

Vorsicht beim Lenken

Auf keinen Fall sollte man lenken, wenn die Vorderräder des Fahrzeugs zu schwimmen beginnen. Das Problem: Zuerst reagiert das Auto nicht. Doch sobald die Reifen wieder greifen, kann es passieren, dass der Wagen plötzlich schlagartig die Richtung wechselt. Bevor Autofahrer also lenken, sollten sie zuerst die Geschwindigkeit reduzieren. Denn dann ist wieder eine Bodenhaftung hergestellt.

Kräftig Bremsen

Ist das Auto mit ABS ausgerüstet, darf gebremst werden. Denn das System verhindert weitgehend ein Ausbrechen des Wagens. Autofahrer sollten dann auch nicht zu zaghaft bremsen, schließlich verhindert das ABS ein Überbremsen. Zusatz-Tipp: Bei nassem Wetter sollten Autofahrer immer wieder mal leicht auf die Bremse treten. Dadurch werden die Beläge und Scheiben getrocknet und können so im Notfall schneller greifen. Moderne Systeme in Premium-Fahrzeugen machen das bereits, ohne dass es der Fahrer merkt.  

Für klare Sicht sorgen

Liegengebliebener Staub, der plötzlich aufgewirbelt wird, und eine beschlagene Windschutzscheibe aufgrund des Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschieds: Wenn es plötzlich zu regnen beginnt, wird die Sicht für den Fahrer zur Katastrophe. Um wieder einen Durchblick zu haben, sollten Autofahrer ihr Tempo anpassen und das Gebläse sowie die Klimaanlage einschalten.

Auf das Tempo und die Reifen kommt es an

Wie schnell ein Wagenlenker fahren kann, bevor sein Auto zu „schwimmen“ beginnt, hängt von vielen Faktoren ab. Einer ist die Profiltiefe: Bei einem neuen Profil mit sieben und mehr Millimetern wird das Wasser selbst bei einer Geschwindigkeit von rund 80 km/h noch abgeleitet. Bei nur drei Millimetern reicht bereits Tempo 70 und der Wagen verliert die Bodenhaftung. Gesetzlich vorgeschrieben ist ein Mindestwert von 1,6 Millimetern. Hier droht Aquaplaning schon bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Eberhard Lang von TÜV Süd rät deshalb: „Rechtzeitig wechseln. Zwischen drei und vier Millimeter Profil ist das Minimum.“

Vorausschauen und rücksichtsvoll fahren

Wer innerhalb einer geschlossenen Ortschaft unterwegs ist, wenn ein plötzlicher Regenguss beginnt, muss verstärkt auf Fußgänger achten, die schnell die Straße überqueren, um der Nässe zu entkommen. Und das auch an roten Ampeln. Autofahrer sollten ihren Fuß vom Gas nehmen und verstärkt die Gehwege und Bürgersteige im Auge behalten. Durchfahren sie eine Pfütze, sollten sie außerdem aufpassen, dass die Passanten nicht noch mehr nassgespritzt werden.

(jg)  

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