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Autoclubs fordern Maßnahmen gegen Tachomanipulation

Manipulation am Tacho sollen unterbunden werden
© Foto: jri

Nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) wird bei jedem dritten Gebrauchtwagen der Kilometerstand so manipuliert, dass der Schaden im Schnitt bei 3.000 Euro liegt. Deshalb fordern Automobilclubs erneut ein Gesetz gegen Tachomanipulation in Deutschland.


Datum:
19.02.2016
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Nach Angaben des Auto Club Europa (ACE) wird bei jedem dritten Gebrauchtwagen ist der Kilometerstand so manipuliert, dass der Schaden im Schnitt bei 3.000 Euro liegt. Deshalb haben der ACE, der Automobilclub von Deutschland (AvD) und der Auto-Club Verkehr (ACV) gemeinsam mit der Initiative gegen Tachomanipulation zur Sitzung des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur ihre Forderungen erneuert,  ein Gesetz gegen Tachomanipulation in Deutschland zu schaffen.

Mussten Betrüger früher noch eine Bohrmaschine an die Tachowelle ansetzen, reicht heute oftmals ein Verbindungskabel zwischen Laptop und Auto sowie eine entsprechende Software. Geübte Anwender können damit innerhalb von wenigen Minuten den Tachostand manipulieren und den Wert eines gebrauchten Autos um mehrere tausend Euro in die Höhe schrauben. Leidtragender ist der Gebrauchtwagenkäufer, da er in der Regel weder nachvollziehen noch beweisen kann, dass der Kilometerstand manipuliert wurde.

„Obwohl es schon lange Technik gibt, die eine Manipulation sicher unterbinden würde, haben die Hersteller offensichtlich kein Interesse daran, entsprechende Schritte zu ergreifen“, sagt Matthias Knobloch, Abteilungsleiter Verkehrspolitik beim ACE. Wenn die Hersteller nicht handeln würden, müsse dies eben die Politik mit einem entsprechenden Gesetz tun.

Aus Sicht der Autoclubs könnte die Tacho-Trickserei durch eine Kombination aus einem manipulationssicheren Speicherchip und einer kontinuierlichen Dokumentation der Kilometerstände deutlich reduziert werden. Auch ein Blick ins Ausland lohne sich: „In Belgien ist heute beim Autokauf ein Kilometerstand-Nachweis Pflicht, die Manipulation ist seitdem deutlich zurückgegangen“, erläutert Matthias Knobloch.

(ACE/tom)

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