Autoposing soll zurückgedrängt werden

25.09.2026 13:01 Uhr | Lesezeit: 3 min
Autoposing soll zurückgedrängt werden
Polizisten kontrollieren ein getuntes Fahrzeug (Symbolbild)
©Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Getunte Autos, aufheulende Motoren und aggressives Fahren: Selbstdarstellung per Auto geht zulasten anderer Verkehrsteilnehmer. Die Länder wollen etwas dagegen tun.

Die Länder wollen das sogenannte Autoposing auf Deutschlands Straßen besser bekämpfen. Dazu zähle unnötiges Beschleunigen, provozierte Fehlzündungen, vermeidbarer Motorenlärm, aggressives Anfahren sowie verkehrsgefährdendes Fahren, wie aus einer Entschließung auf Initiative Bremens und Hamburgs hervorgeht, die der Bundesrat in Berlin fasste. 

Meist hochmotorisierte oder technisch manipulierte Autos würden gezielt zur Selbstdarstellung auf den Straßen eingesetzt. Damit gingen Lärm- und Abgasbelästigungen einher, andere Verkehrsteilnehmer würden eingeschüchtert. Viele Städte hätten auf diese Weise "ein eigenständiges Problem für Sicherheit und Ordnung". 

Ziel ist es, dass die Bundesregierung ein einheitliches Recht zur Ahndung typischer Fälle schafft. Unter anderem sollten erhöhte Bußgelder, Eintragungen im Fahreignungsregister sowie befristete Fahrverbote geprüft werden. Behörden müssten technisch manipulierte Fahrzeuge schneller aus dem Verkehr ziehen können. Geprüft werden solle der Einsatz sogenannter Lärmblitzer, also von automatisierten Messsystemen analog zu den bekannten Blitzern zur Tempomessung.

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#Auto-Poser

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KOMMENTARE

Michael Reins

27.09.2026 - 00:00 Uhr

Das Problem sind nicht Autoposer allgemein, sondern illegale Innenstadtrennen mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Repressiv helfen weder höhere Bußgelder noch unbezahlbare „Lärmblitzer“, sondern nur konsequente, spürbare Sanktionen: Bei erheblichen Manipulationen oder Treffs in der Szene müssen Führerscheinentzug, Beschlagnahmung und im Wiederholungsfall die Entsorgung des Autos (wie in der Schweiz) greifen – ohne Hintertüren wie Ausnahmen für Arbeitswege. Gleichzeitig braucht es aber Prävention statt reiner Holzhammerpolitik: Gebt der Szene legale, abgesperrte Areale (z. B. ungenutzte Flugplätze oder Kasernen), um sich gefahrlos auszutoben. So holt man die Poser effektiv von der Straße, bestraft die echten Gefährder hart und verschwendet kein Geld an Scheinlösungen.


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