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Bayern setzt auf Öko-Strom in Straßentunneln

13.05.2024 15:35 Uhr | Lesezeit: 6 min
Photovoltaikanlage Ettendorf
Dr. Thomas Zumbrunnen, Staatliches Bauamt Traunstein, Peter Maltan, Staatliches Bauamt Traunstein, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter, Resi Schmidhuber, stellvertretende Landrätin des Landkreises Traunstein, Dr. Christian Hümmer, Oberbürgermeister der Stadt Traunstein, und Michael Wimmer, 1. Bürgermeister der Gemeinde Surberg, vor der neuen Photovoltaik-Anlage
© Foto: StMB

Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter hat kürzlich in Traunstein eine Photovoltaik-Anlage eröffnet, die den circa 760 Meter langen Tunnel Ettendorf mit Strom versorgt.

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„Straßentunnel brauchen im laufenden Betrieb sehr viel Energie, vor allem für die Beleuchtung, aber auch für Betriebs- und Sicherheitstechnik“, so Bernreiter. „Deshalb bauen wir Photovoltaik auch im Verkehrsbereich kräftig aus.“ Mit weiteren Maßnahmen wie modernster LED-Technik und der Umstellung des Stromvertrags auf 100 Prozent Öko-Strom wird das Staatliche Bauamt Traunstein die Betriebskosten des Tunnels Ettendorf weiter senken und den ökologischen Fußabdruck reduzieren.

Stromspartechnik hat Prio 1

Die PV-Anlage am Tunnel Ettendorf wurde bereits im März in Betrieb genommen und versorgt den Tunnel mit rund 30.000 kWh Strom pro Jahr. Bei einer Größe von 130 m² und Anschaffungskosten von rund 30.000 Euro deckt sie damit den Strombedarf des Tunnels in den Tagesspitzen. „Ein großer Vorteil ist, dass Tunnel an hellen und sonnenreichen Tagen den größten Stromverbrauch haben, dann also, wenn die PV-Anlage am meisten Strom produziert“, erklärt Bernreiter. „Denn je heller die Außenumgebung ist, desto heller muss insbesondere die Einfahrtsbeleuchtung im Tunnel sein, damit sich das Auge an die dunklere Tunnelumgebung gewöhnen kann.“

Es gilt aber auch: Der beste Strom ist der, der erst gar nicht verbraucht wird. Deshalb setzt Bayern auch auf neueste Stromspartechnik. Im Herbst rüstet das Staatliche Bauamt Traunstein die Einfahrtsbeleuchtung des Tunnels Ettendorf auf LED-Lampen um, was den Stromverbrauch der Einfahrtsbeleuchtung um rund 50 Prozent reduziert. Zudem wird der aktuelle Stromvertrag auf einen klimaneutralen Öko-Tarif umgestellt.

Weitreichende Planung: Potenziale sollen genutzt werden

Weitere PV-Anlagen an Tunneln sind in ganz Bayern vorgesehen. „Allein auf Straßennebenflächen und Lärmschutzwänden von Bundes- und Staatsstraßen haben wir das Potenzial, 2,44 TWh Strom pro Jahr zu erzeugen“, betont Verkehrsminister Bernreiter. „Dieses Potenzial werden wir nutzen.“ Ende 2024/ Anfang 2025 soll im Bereich des Staatlichen Bauamts Traunstein beispielsweise der Wendelbergtunnel bei Melleck an der B 21 mit LED-Beleuchtung und Photovoltaik ausgerüstet werden. Pläne gibt es bereits für den Aubergtunnel in Altenmarkt (voraussichtlich 2025) und den Schlosstunnel in Ruhpolding (2026).

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