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Bundesregierung: CO2-Preis soll ab 2024 deutlich steigen

Christian Lindner
Man müsse bei der CO2-Bepreisung mit Augenmaß vorgehen, meint Bundesfinanzminister Christian Lindner
© Foto: Bundesministerium der Finanzen/Photothek

Die Bundesregierung will den CO2-Preis für fossile Energieträger im kommenden Jahr nun stärker anheben als bisher geplant.


Datum:
11.08.2023
Autor:
Thomas Burgert/dpa
Lesezeit:
3 min
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Der CO2-Preis soll zum 1. Januar auf 40 Euro pro Tonne steigen, wie die „Deutsche Presse-Agentur“ am Mittwoch, 9. August, aus Regierungskreisen erfuhr. Bisher waren 35 Euro geplant. Derzeit liegt er bei 30 Euro. Zuvor hatte unter anderem das „Handelsblatt“ berichtet. In der Bundesregierung war zunächst über eine Erhöhung des CO2-Preises im Jahr 2024 auf 45 Euro debattiert worden.

Das Bundeskabinett beschloss den Entwurf des Wirtschaftsplans des Klima- und Transformationsfonds für 2024 sowie den Finanzplan bis 2027, wie das Finanzministerium mitteilte. Dieses Sondervermögen speist sich unter anderem aus der nationalen CO2-Bepreisung im Verkehrs- und Wärmebereich. Die Einnahmen daraus sollen laut Entwurf um rund 2,3 Milliarden auf rund 10,9 Milliarden Euro steigen.

„Wir müssen bei der CO2-Bepreisung mit Augenmaß vorgehen, gerade angesichts der aktuellen Wachstumsschwäche“, sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) laut einer Mitteilung.

Eine Erhöhung des CO2-Preises ab Anfang 2023 hatte die Koalition wegen der Energiekrise verschoben. Über den Klima- und Transformationsfonds (KTF), ein Sondervermögen des Bundes, investiert der Bund in einen „klimagerechten Umbau“ – zum Beispiel gehen Milliarden in die energetische Gebäudesanierung, die Dekarbonisierung der Industrie und den Ausbau der Elektromobilität. Vorgesehen sind 2024 Programmausgaben von rund 57,6 Milliarden Euro. Das sind 21,6 Milliarden Euro mehr als die Soll-Ausgaben des Jahres 2023.

„Mit dem KTF-Wirtschaftsplan fördern wir Innovationen am Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte Lindner. „Wir schaffen Grundlagen, damit aus Dekarbonisierung und Digitalisierung Zukunftschancen erwachsen.“

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