Dieselmotoren: Kfz-Gewerbe fordert Hardware-Nachrüstung

Software-Update oder Hardware-Umrüstung? Wie diese Frage beantwortet wird, ist noch unklar
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Hardware statt Software: Der ZDK hält eine Umrüstung für sinnvoll und zweckmäßig. Die Kosten soll der Steuerzahler durch eine staatliche Umrüstprämie übernehmen.


Datum:
21.08.2017

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Ergänzend zu den geplanten Software-Updates fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Entwicklung schadstoffreduzierender Hardware-Lösungen – insbesondere für Euro-5-Diesel. „Wenn die Hersteller ihrer Verantwortung als Verursacher der Diesel-Krise gerecht werden wollen, sollten sie sich schleunigst um die Entwicklung wirksamer Nachrüstlösungen kümmern“, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski.

Wer sich trotz Krise im Glanz hoher Quartalsgewinne präsentiere, müsse von sich aus alles tun, um das Vertrauen der verunsicherten Kunden zurückzugewinnen und Fahrverbote nachhaltig zu vermeiden. Zudem trage die Hardware-Nachrüstung dazu bei, die Restwerte der betroffenen Fahrzeuge zu stabilisieren, so der ZDK.

Hardware-Lösungen sind nach Angaben des Zentralverbandes zwar teurer und zeitintensiver als die Software-Updates. Sie seien jedoch „viel wirksamer und durchaus machbar“. Tests hätten gezeigt, dass ein Euro-5-Diesel durch eine Umrüstung beim Stickoxid-Ausstoß auf Euro-6c-Niveau käme – eine Reduzierung um rund 90 Prozent.

Der ZDK macht in seiner Mitteilung auch klar, dass die Kosten für die Entwicklung tragfähiger Lösungen und natürlich für die konkrete Umrüstung „auf keinen Fall von den Händlern oder gar den Diesel-Fahrern getragen werden“ dürfen. Karpinski hält eine staatliche Umrüstprämie in diesen Fällen für sinnvoll. (tr)

 

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