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DVR fordert Überarbeitung der Richtlinien für BKF-Weiterbildung

Notbremsassistenten sind bei schweren Lkw seit November 2015 Pflicht
© Foto: Daimler AG

Der Verkehrssicherheitsrat setzt sich für die Ausstattung von Pkw und leichten Lkw mit Notbremsassistenten ein und will verschärfte Regelungen für schwere Lkw.


Datum:
28.09.2016
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Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat in einer Pressemitteilung gefordert, alle neuen Pkw und leichten Lkw serienmäßig mit Notbremsassistenten auszustatten. Aus Sicht des DVR gibt es zahlreiche vermeidbare Auffahrunfälle auf deutschen Straßen, die aus mangelndem Sicherheitsabstand resultieren. Im Jahr 2015 waren, so der DVR, 14 Prozent der Unfälle mit verletzten oder getöteten Menschen auf mangelnden Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zurückzuführen.

„Notbremsassistenzsysteme senken die Anzahl schwerer Unfälle und die damit verbundene Zahl Verletzter und Getöteter. Sie retten damit Leben“, sagt DVR-Präsident Walter Eichendorf. Nach Schätzungen des DVR können die modernen unsichtbaren Helfer bei flächendeckender Ausstattung je nach Funktionsumfang 20 bis 40 Prozent der Unfälle, bei denen ein Fahrzeug auf ein anderes auffährt und Personen zu Schaden kommen, positiv beeinflussen oder verhindern. Der DVR unterstütze daher die Pläne der Europäischen Kommission, im Rahmen der „General Safety Regulation“ Notbremsassistenzsysteme zukünftig verpflichtend für Neufahrzeuge in der Europäischen Union vorzuschreiben.

Für schwere Lkw und Busse gibt es schon seit November 2015 eine Einbaupflicht für Notbremsassistenten. Die Erfahrungen damit seien „sehr positiv“, so der DVR. Allerdings reichten die Regelungen nicht aus. Die nach den jetzigen Bestimmungen noch akzeptierte Kollisionsgeschwindigkeit von 60 bis 70 km/h auf zum Beispiel einen stehenden Pkw am Stauende sei zu hoch. „Da heute schon viele Lkw-Hersteller bessere Systeme anbieten, soll die zugelassene Auffahrgeschwindigkeit wesentlich stärker reduziert werden. Außerdem ist es wichtig, dass die Notbremssysteme ständig eingeschaltet sind“, fordert Eichendorf.

Berufskraftfahrer-Weiterbildung überarbeiten
Der Verkehrssicherheitsrat geht noch weiter: So sollen Notbremsassistenzsysteme nicht nur Fahrzeuge, sondern in Zukunft auch Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer erkennen. Die Warnung vor einer Kollision müsse um eine zeitlich vorgelagerte Information über den aktuellen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug ergänzt werden. In diesem Zusammenhang müssen nach Angaben des DVR Berufskraftfahrer darüber aufgeklärt werden, wie Notbremsassistenzsysteme funktionieren und wie durch deren Einsatz zahlreiche Unfälle vermieden und die eigene Sicherheit erhöht werden kann. „Wir fordern daher auch eine Überarbeitung der Richtlinien für die Berufskraftfahrer-Weiterbildung, die sich an technischen Neuerungen wie Fahrerassistenzsystemen und speziell dem Notbremsassistenzsystem orientiert“, so der DVR-Präsident.

(tr)

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