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E-Mobilität: Fahrschulen liegen ganz vorn

Deutschlands Fahrschulen sind bei der Elektromobilität Vorreiter
© Foto: Stockwerk-Fotodesign/stock.adobe.com

In puncto E-Mobilität sind Deutschlands Fahrschulen Vorreiter. Der Anteil an E-Fahrzeugen ist dort erheblich höher als im bundesweiten Durchschnitt.


Datum:
04.10.2019
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Ungefähr fünf Prozent der deutschen Fahrschulen bieten schon heute eine Ausbildung auf elektrisch angetriebenen Fahrzeugen an. Das geht aus einer Erhebung der International Road Safety Association Moving hervor. „Zum Vergleich: Unter allen in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen beträgt der Anteil der E-Fahrzeuge gerade mal 0,2 Prozent“, sagte Moving-Präsident Jörg Michael Satz auf dem 5. Moving Expertenforum in Berlin. „Je nach Größe der Fahrschulen liegt die Zahl derer, die eine Ausbildung im Bereich E-Mobilität ermöglichen, sogar noch deutlich höher.“ Das Expertenforum hat sich in diesem Jahr mit der Verantwortung der Fahrschulen für die Vermeidung des Klimawandels auseinander gesetzt.

Bei alternativen Antriebsformen haben batterieelektrische Fahrzeuge die Nase vorn, machte Cornelius Moll vom Fraunhofer Institut Karlsruhe deutlich, denn Biomethanpotenziale seien begrenzt. Und mit einer steigenden Zahl von E-Fahrzeugen bekommt auch ein alter Bekannter der Fahrschulen eine ganz neue Bedeutung: das energiesparende Fahren. Denn: „Wirtschaftliches Fahren ist wegen der beschränkten Reichweite der E-Fahrzeuge noch wichtiger als bei herkömmlichen Fahrzeugen“, so Josef Winterstaller vom österreichischen Fachverband der Fahrschulen in Österreich. Auch hier können Fahrschulen einen wichtigen Beitrag leisten.

Nichtsdestotrotz: „Nur fünf Prozent der Deutschen sehen im Elektroauto ihr Wunschauto. Was müssen wir tun?“ fragte Moderator Sascha Fiek nach Abschluss aller Fachvorträge. „Wir müssen an einem Bewusstseinswandel arbeiten“, antwortete Satz. „Und wir müssen alles dafür tun, diesen Bewusstseinswandel zu erreichen. Die Fahrschulbranche muss sich mit allen Playern an einen Tisch setzen und darüber reden, wie sinnvolle Lösungen gefunden werden können.“ Die Frage sei: „Kann die Branche den Wandel selber organisieren oder soll sie auf die Politik warten?“

(bub)

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