Größenvergleich überführt wahren Übeltäter

Ein Einparkversuch nach einem feuchfröhlichen Abend endete mit einer Strafanzeige (Symbolbild)
© Foto: Syda Productions/stock.adobe.com

Ein 26-jähriger Fahrschüler wollte betrunken vor seiner praktischen Prüfung noch einmal das Einparken üben. Wenig verwunderlich, dass diese Schnapsidee nicht gut endete.


Datum:
30.09.2019

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Während eines Beisammenseins unter Freunden, bei dem reichlich Alkohol floss, bat ein 26-jähriger Fahrschüler einen Freund, mit dessen Auto das Ausparken üben zu dürfen. Weil er die theoretische Fahrerlaubnisprüfung gerade bestanden hatte und der praktische Teil kurz bevorstand, wollte der Fahrschüler „die Gunst der Stunde“ nutzen, berichtet die Polizeiinspektion Celle in einer aktuellen Pressemitteilung.

Als sich der 28-jährige Freund bereit erklärte, sein Auto zur Verfügung zu stellen, habe sich der 26-Jährige hinter das Steuer gesetzt, habe den Fahrersitz ordnungsgemäß seiner geringen Körpergröße angepasst und sei dann mit Schwung rückwärts gegen einen Müllcontainerunterstand aus Holz gefahren. Nachdem die beiden 26- und 28-Jährigen den Schaden begutachtet hatten, setzte sich der 28-Jährige ans Steuer und parkte den Wagen wieder ordnungsgemäß in die Parklücke ein, schreiben die Beamten. Dann entfernten sich die beiden Männer vom Unfallort und liefen nach Hause. Ein aufmerksamer Nachbar, der den Knall gehört hatte, informierte daraufhin die Polizei.

Beamte führen Größenvergleich am Steuer durch

Die hinzugerufenen Beamten konnten den unfallflüchtigen Fahrerzeugbesitzer anhand des Kennzeichens schnell ausfindig machen. Um seinen jüngeren Freund zu schützen, habe der leicht alkoholisierte Mann gegenüber der Polizei angegeben, dass er den Unfall verursacht habe. Als die Beamten aber den Fahrersitz unter die Lupe nahmen, der wegen der Größe des 26-jährigen Fahrschülers nah zum Steuer geschoben war, wurden sie stutzig: Sie baten den „recht groß und kräftig gewachsenen Fahrzeughalter“, auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen, berichten die Beamten.

Zunächst habe der 28-Jährige versucht, die Polizei weiterhin hinters Licht zu führen, indem er sich auf den Sitz quetschte. Weil dies jedoch kläglich scheiterte, habe er schließlich doch zugegeben, dass er nicht der Fahrer gewesen sei. Kurz darauf habe der tatsächliche Unfallverursacher Besuch von der Polizei erhalten. Er habe immer noch über 1,5 Promille gepustet und schließlich zerknirscht alles zugegeben. Beide Beteiligten erwarte nun eine Strafanzeige, schreibt die Polizeiinspektion Celle.

(ts)

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