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Gut geschlafen?

Wer gut schläft, ist konzentrierter und leistungsfähiger
© Foto: stock.adobe.com/Gina Sanders

Wer zu kurz schläft, kann sich kaum konzentrieren. Aber was ist zu kurz? Das individuelle Schlafbedürfnis hängt maßgeblich von den Genen ab.


Datum:
28.08.2018
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Der Mensch „verschläft“ rund ein Drittel seines Lebens. Wie wichtig Schlaf ist, merkt man vor allem dann, wenn er einem fehlt. Vor lauter Müdigkeit kann man sich dann kaum konzentrieren. Je länger der Schlafentzug dauert, desto extremer sind die Folgen, heißt es in einer Mitteilung der Techniker Krankenkasse (TK). Das Gehirn nimmt demnach Visionen, Schatten und Geräusche wahr, die nicht existieren. Doch wie viel Schlaf braucht der Mensch eigentlich überhaupt? Das individuelle Schlafbedürfnis hängt maßgeblich von den Erbanlagen ab. Manche Menschen kommen mit fünf Stunden Schlaf aus, während andere zehn Stunden benötigen, um sich gut erholt zu fühlen.

Schlafforscher haben herausgefunden – so die TK –, dass Menschen in westlichen Ländern im Durchschnitt etwa eine Stunde weniger schlafen als noch vor 20 Jahren. Eine weitere Erkenntnis: Wer zu wenig schläft, leistet tagsüber weniger – und merkt das oft nicht einmal. Denn an zu wenig Schlaf könne man sich gewöhnen. Das führe zu einem paradoxen Phänomen: Je mehr die Menschen arbeiten, desto weniger schlafen sie. Je länger die Arbeitszeit, desto häufiger kommt es zu Schlafstörungen, analysierten die Wissenschaftler der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Aber nur wer ausgeschlafen ist, bringt die volle Leistung.

Sieben Stunden Schlaf

Aus vielen Untersuchungen geht hervor, dass die meisten Menschen sieben bis acht Stunden Schlaf brauchen. Als Faustregel gilt: Wer tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert arbeiten kann, ohne schläfrig zu werden, hat sein persönliches Schlafpensum gefunden.

Eine gute Möglichkeit, sein individuelles Schlafbedürfnis herauszufinden, bieten laut der TK die Ferien. Wie das gelingt? Am Abend sollte man immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und keinen Wecker stellen. Stehen Sie erst dann auf, wenn Sie sich wach und ausgeschlafen fühlen. Anschließend notiert man, wie lange man pro Nacht geschlafen hat. Hieraus lasse sich das persönliche Schlafpensum ablesen, das auch während der Arbeitswochen eingehalten werden sollte.

Fehlender Schlaf lässt sich nachholen

Wenn man beruflich oder privat gerade viel Stress hat, klappt es manchmal einfach nicht mit dem Schlafen. Fehlender Schlaf lässt sich aber glücklicherweise nachholen, so die Krankenkasse. Das zeigt eine Studie des amerikanischen Schlafforschers David F. Dinges von der University of Pennsylvania in Philadelphia und seiner Kollegen. Wer nach ein paar kurzen Nächten einmal richtig ausschläft, gewinnt demnach eine Menge Kraft zurück. Richtig fit ist man aber erst wieder, wenn man mehrere Tage ausreichend geschlafen hat.

(tst) 

 

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