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Jugendliche im Netz besonders gefährdet

Vorsicht beim Surfen: Jugendliche gehen besonders sorglos mit ihren Daten im Netz um
© Foto: lassedesignen/Fotolia

Jugendliche sind die gefährdetste Gruppe im Netz. Sie sind nicht nur besonders aktiv, sondern gehen auch sehr nachlässig mit ihren Daten um.


Datum:
18.08.2015
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Jugendliche sind die gefährdetste Gruppe im Netz – dies zeigt der aktuelle DsiN (Deutschland sicher im Netz)-Sicherheitsindex 2015. Bei keiner anderen Altersgruppe häufen sich Sicherheitsvorfälle so wie bei den 16- bis 19-Jährigen: Fast 83 Prozent waren in den letzten zwölf Monaten von mindestens einem Sicherheitsvorfall betroffen.

Besonders häufig trifft die jungen Onliner Identitäts- und Datenklau: So wurden bereits bei jedem Fünften unerwünschte E-Mails im eigenen Namen versandt – das sind fast zehn Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Über falsche Identitäten im eigenen Namen etwa in sozialen Netzwerken berichten 17 Prozent. Dies betrifft jugendliche Onliner damit dreimal so oft wie andere Nutzer (5,1 Prozent).

„Als aktivste Gruppe im Netz sind jugendliche Nutzer besonders gefährdet“, weiß DsiN-Geschäftsführer Dr. Michael Littger. „Zudem beobachten wir bei Jugendlichen eine digitale Sorglosigkeit im Umgang mit persönlichen Daten. Viele wissen, welche Schutzmaßnahmen existieren, sind aber zu nachlässig und wenden diese nicht an.“

Der DsiN-Index zeigt, dass nachlässiges Verhalten Jugendlicher ein Grund für ihr hohes Gefährdungspotenzial sein kann. Knapp die Hälfte verzichtet auf einen regelmäßigen Passwort-Wechsel (47 Prozent). 40 Prozent benutzen keine Logout-Funktion und verzichten damit auf einen wirksamen Schutz gegen Angriffe.

Ein weiterer Risikofaktor sind Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz vor Schadbefall: 30 Prozent überprüfen weder Links noch Anhänge in E-Mails vor dem Öffnen; 28,6 Prozent surfen ohne Firewall-Schutz.

Tipps für eine sichere Identität im Netz

  • Datenschutzerklärungen: Bevor man sich für einen Dienst im Internet registriert, sollte man unbedingt einen Blick auf die geltenden Datenschutzerklärungen der Anbieter werfen.
  • Benutzerprofile: Für unterschiedliche Angebote sollten verschiedene Benutzerprofile angelegt werden.
  • Benutzernamen: Immer unterschiedliche Benutzernamen und Passwörter verwenden.
  • Datensparsamkeit: Nur so viel von sich preisgeben, wie für den jeweiligen Dienst notwendig ist. Dies gilt vor allem für Soziale Netzwerke. Faustregel: „Erst denken, dann posten.“
  • Ausspähen von Daten: Schutz vor Trickbetrügern („Phishing“): Bei Downloads darauf achten, keinen verdächtigen Weblink zu betätigen, etwa zu Gewinnen. PIN, TAN (beim Online-Banking) oder Passwörter nicht per Mail versenden: Seriöse Anbieter würden niemals dazu auffordern.

(DsiN/cm)

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