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Junge Fahrer: Gefährdung durch alte Autos

Mit zunehmendem Fahrzeugalter steigt die Mängelquote deutlich an
© Foto: DEKRA

Junge Autofahrende sind oft aus Kostengründen mit alten Fahrzeugen unterwegs – und diese Fahrzeuge haben zu oft gravierende Sicherheitsmängel. Das hat die Aktion SafetyCheck gezeigt, die die Dekra in Kooperation mit der Deutschen Verkehrswacht und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat zum neunten Mal veranstaltet hat


Datum:
22.02.2016
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Junge Autofahrende sind oft aus Kostengründen mit alten Fahrzeugen unterwegs – und diese Fahrzeuge haben zu oft gravierende Sicherheitsmängel. Das hat die Aktion SafetyCheck gezeigt, die die Dekra in Kooperation mit der Deutschen Verkehrswacht und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat zum neunten Mal veranstaltet hat. Beim SafetyCheck konnten junge Autobesitzer ihre Fahrzeuge bundesweit in einer der 75 Dekra-Niederlassungen kostenlos untersuchen lassen. An der Aktion nahmen über 16.000 junge Fahrer teil und bei fast drei Vierteln der Autos stellten die Experten Mängel fest.

Gerd Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Dekra-Automobil warnt daher: „Die Mängelquote ist seit Jahren fast unverändert und sehr deutlich höher als bei den Hauptuntersuchungen. Das zeigt, wie wichtig es ist, bei jungen Fahrern und ihren alten Fahrzeugen anzusetzen – mit der Überprüfung auf Mängel und der Aufklärung über Gefahren und Risiken im Straßenverkehr. Hier bleibt eine Menge zu tun.“

Die Fahrzeuge, die im Rahmen der Aktion untersucht wurden, waren im Durchschnitt zwölf Jahre alt. Das laut KBA drei Jahre mehr als der Pkw-Gesamtbestand in Deutschland. Jugendliche fahren, vor allem aus Kostengründen, oft ältere Autos. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigte sich auch 2015, dass mit zunehmendem Fahrzeugalter die Mängelquote deutlich ansteigt: Fahrzeuge unter drei Jahren wurden zu knapp 29 Prozent bemängelt. Bei sieben- bis neunjährigen Fahrzeugen liegt der Anteil schon bei 70 Prozent. Bei 13- bis 15-jährigen Autos steigt der Wert auf fast 90 Prozent. Rund 46 Prozent aller untersuchten Fahrzeuge hatten Mängel in den Bereichen Fahrwerk, Räder/Reifen und Karosserie, 42 Prozent an Beleuchtung, Elektrik und Elektronik, 32 Prozent an der Bremsanlage.

Die Bilanz der Aktion zeige zudem, dass inzwischen elektronische Sicherheitssysteme auch in der älteren Fahrzeugflotte weit verbreitet sind: Neun von zehn Fahrzeugen beim SafetyCheck 2015 waren mit ABS (90,9 %) und Airbag (92,7 %) ausgestattet. Deutlich mehr als die Hälfte (58,3 %) hatte ESP/ASR an Bord. Über keines der drei Systeme verfügten nur noch 6,8 Prozent der untersuchten Fahrzeuge. Wie wichtig es ist, diese Systeme auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen, beweisen die Ergebnisse auch 2015: 6,6 Prozent der ESP/ASR-Systeme, 2,5 Prozent der Airbags und 2,2 Prozent der ABS mussten bemängelt werden.

Die Initiatoren des SafetyCheck wollen junge Fahrerinnen und Fahrer für die Bedeutung der technischen Fahrzeugsicherheit und die Risiken des Straßenverkehrs sensibilisieren. Denn nach wie vor ist in Deutschland das Risiko der 18- bis 24-Jährigen, bei einem Verkehrsunfall getötet zu werden, fast doppelt so hoch wie für die Bevölkerung im Durchschnitt.

(tom)

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