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KfW-Research: Mehrheit in Deutschland für „Verkehrswende“

Viele Deutschen machen sich nach eigenen Angaben Gedanken über ihr Mobilitätsverhalten
© Foto: Madpixblue/Fotolia

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen im Bereich Mobilität Handlungsbedarf sehen – für den Klimaschutz. Beim Thema Elektro bleiben sie jedoch skeptisch.


Datum:
16.11.2017
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Klimaschutz und Verkehr? Die große Mehrheit der Deutschen sieht hier Handlungsbedarf. Wie eine repräsentative Befragung von KfW Research im Aufragt der KfW-Bankengruppe ergab, halten 81 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 67 Jahren ein Umdenken und Handeln zugunsten des Klimaschutzes für notwendig, etwa durch die Entwicklung marktfähiger, klimafreundlicher Antriebstechnologien, Verbesserung der öffentlichen Verkehrsnetze oder den bewussten Verzicht auf das Auto.

Insgesamt sehen die Befragten nach KfW-Angaben vor allem die Automobilindustrie in der Pflicht (89 Prozent) und fordern die Politik zur Verbesserung von Rahmenbedingungen auf (77 Prozent). Sie sind aber auch in hohem Maß dazu bereit, ihr eigenes Verhalten als Verkehrsteilnehmer zu ändern (71 Prozent). Sogar das höchstkontrovers diskutierte Tempolimit auf Autobahnen findet eine Mehrheit: knapp 60 Prozent sprechen sich dafür aus.

„Die Bedeutung der Verkehrswende ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Den meisten Menschen ist klar, dass nicht nur Autokonzerne und Politik, sondern auch sie selbst etwas für den Klimaschutz im Verkehr tun können“, sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. „Das sind erfreuliche Ergebnisse, denn ohne eine Trendwende im Verkehrssektor kann Deutschland seine Klimaschutzziele nicht erreichen.“ Während die energiebedingten Treibhausgasemission in Deutschland von 1990 bis 2015 um rund 25 Prozent gefallen seien, bewegten sie sich im Verkehrssektor noch immer auf dem Niveau von 1990.

Jeder Dritte (36 Prozent) hat, so das Ergebnis der KfW-Befragung, bereits sein Mobilitätsverhalten angepasst und fährt den eigenen Pkw weniger, nutzt häufiger Bus und Bahn oder steigt auf das Fahrrad um. Von der Politik verlangen die Befragten vor allem den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs (91 Prozent) sowie den Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes. Unbeliebt sind Maßnahmen, die das Verkehrsaufkommen mittels Bezahlsystemen beschränken wollen: Sowohl die Einführung einer generellen PKW-Maut als auch einer City-Maut wird jeweils von zwei Dritteln der Befragten abgelehnt.

Und auch zum Thema Elektromobilität haben die Befragten eine Meinung – hier herrscht Skepsis. Nur jeder Zweite glaubt, dass E-Autos in 20 Jahren die dominante Rolle spielen werden. Immerhin ziehen 40 Prozent der Deutschen laut KfW-Befragung in Erwägung, ein Elektroauto zu kaufen. Eine ablehnende Haltung zu E-Autos wird am häufigsten mit einem lückenhaften Netz an Ladestationen (84 Prozent), zu geringer Reichweite (81 Prozent) und einem zu hohen Preis (79 Prozent) begründet. (tr)

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