Lebensretter Gurt: Jeder fünfte Verkehrstote ist nicht angeschnallt

Kleiner Handgriff mit großer Wirkung: Jeder fünfte Verkehrstote in Deutschland ist nicht angeschnallt
© Foto: McPHOTOs/dpa

Zwar ist die Anschnallquote in Deutschland sehr hoch, dennoch haben Untersuchungen des Auto Club Europa (ACE) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) ergeben, dass im Durchnitt jeder fünfte Verkehrstote seinen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte.


Datum:
09.05.2016

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Seit 40 Jahren gibt es in Deutschland die Gurtpflicht. Und das aus gutem Grund: Denn im Ernstfall kann der Gurt Leben retten. Erst Anfang Mai erschütterte ein Verkehrsunfall bei Hannover mit drei Toten die Nation. Unter ihnen war auch ein Nachwuchsspieler des Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Die Polizei geht davon aus, dass alle drei Opfer nicht angeschnallt waren. Zwar ist die Anschnallquote in Deutschland sehr hoch, dennoch haben Untersuchungen des Auto Club Europa (ACE) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) ergeben, dass im Durchnitt jeder fünfte Verkehrstote seinen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatte. 

Insgesamt ist die Zahl der Unfalltoten 2015 wieder angestiegen: 3.475 Menschen kamen auf deutschen Straßen ums Leben (2014: 3.377). Unter ihnen befanden sich auch 84 Kinder, die entweder gar nicht oder nicht richtig angeschnallt waren. Wie viele von ihnen den Unfall überlebt hätte, wären sie richtig angegurtet gewesen, lässt sich im Nachhinein nicht genau sagen. Der ACE konnte aber feststellen, dass überdurchschnittlich viele getötete Autoinsassen - genauer gesagt jeder fünfte - keinen Gurt benutzt hatte. Die häufigsten Gründe für einen Unfall waren eine überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer oder die Ablenkung durch das Smartphone.

Der Sicherheitsgurt rettet nicht nur Leben. Wer ohne ihn anzulegen unterwegs ist, riskiert auch Strafen. Missachtet ein Erwachsener die Anschnallpflicht bei sich selbst, erwartet ihn ein Bußgeld von 30 Euro. Ist dagegen ein Kind gar nicht angeschnallt, muss mit 60 Euro sowie einem Punkt in Flensburg gerechnet werden. Ist der Nachwuchs nur nicht richtig gesichert, zahlen Autofahrer ebenfalls 30 Euro.

(jg)

 

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