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Leder oder Textil? Auf die richtige Kleidung kommt es beim Biken an

Auf dem Motorrad unterwegs in Turnschuhen und Jeans? Geht gar nicht, sagen Experten
© Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Für das perfekte Wohlbefinden und einen sicheren Schutz auf dem Motorrad spielt die Bekleidung eine ausschlaggebende Rolle. Aber aus welchem Material sollte die Bekleidung sein? Und wie weiß ein Bike, ob sie richtig sitzt?


Datum:
17.06.2016
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Für das perfekte Wohlbefinden und einen sicheren Schutz auf dem Motorrad spielt die Bekleidung eine ausschlaggebende Rolle. Dass Turnschuhe und Jeans dazu nicht gehören, ist zum Glück den meisten Motorradfahren bewusst. Aber aus welchem Material sollte die Bekleidung sein? Und wie weiß ein Biker, ob sie richtig sitzt? Der TÜV Süd in München gibt Tipps.

Die erste Frage, die sich ein Biker vor dem Kauf stellen sollte ist: Wie und wann kommt das Motorrad zum Einsatz? „Für kurze Ausfahrten ist ein Einteiler gut; er liegt eng am Körper, bietet wenig Windwiderstand und kann nicht verrutschen“, erklärt TÜV-Experte Philipp Schreiber. Geht es dagegen auf längere Touren oder täglich mit dem Bike zur Arbeitsstelle, sind Zweiteiler am besten geeignet. Der Vorteil: Sie können auch abseits des Motorrads gut getragen werden. Für mehr Sicherheit empfiehlt der Fachmann helle Farben und Reflektoren.

Naturprodukt oder Textil?

Und aus welchem Material sollte die Bekleidung bestehen? Leder oder Textil? Die sichersten Materialien sind laminierte und verstärkte Polyester- oder Polyamidtextilien sowie Rinds- oder Känguruhleder, weiß Schreiber. Beim Leder spielt vor allem die Stärke eine große Rolle. Sie sollte mindestens 1,2 Millimeter betragen, wie Tests zur Abriebfestigkeit gezeigt hätten. Bei den neuesten Generationen von Motorradbekleidung bleiben Biker auch bei starkem Regen trocken. Scheint die Sonne, bleibt das Naturprodukt dagegen recht kühl. Außerdem gibt es Motorradbekleidung, bei der eine Klimamembran direkt mit dem Leder verbunden ist. Dadurch wird der Biker zusätzlich trocken und frisch gehalten.

„Textilbekleidung ist leichter, meist bequemer und bietet zudem besseren Schutz gegen Wind und Regen“, fasst der TÜV-Experte die Vorteile zusammen. Zudem könne man diese Bekleidung ohne Probleme über der normalen Kleidung tragen. Beim Aspekt Klima hat die Textilvariante immer noch die Nase vorn. „Die Materialien sind leichter, zusätzliche Reißverschlüsse im Außenfutter bewirken, dass ausreichend Frischluft zwischen Körper und Futter für gute Lüftung sorgt“, so Schreiber.  

Bewegungsfreiheit und  Passgenauigkeit

Neben dem richtigen Material ist aber auch Passgenauigkeit wichtig. Bei Bekleidung aus Leder sollte der Biker darauf achten, dass sie in den Bewegungszonen mit textilen Stretch-Einsätzen ausgestattet ist. Diese sorgen für mehr Agilität und Luftzirkulation. „Bei den Ärmeln muss bei angewinkelten Ellenbogen der Bund bis über das Handgelenk reichen und sich einwandfrei verschließen lassen“, so der Rat des Fachmanns. Auch die Hosenbeine müssen die richtige Länge haben. Zur Überprüfung empfiehlt Schreiber, Schuhe und Handschuhe zur Anprobe  mitzunehmen. Die Textilbekleidung dagegen sollte immer einen Gürtel in der Taille haben, um ein Flattern der Kleidung zu verhindern.

Protektoren zum Schutz

Egal ob Leder oder Textil, ein weiteres Muss an der Bekleidung sind Protektoren für Schulter, Ellenbogen, Rücken, Hüfte und Knie. Sie sind entweder direkt in die Kleidung integriert oder separat zu erhalten. Eine große Rolle spielen dabei die Größe, Form und Anordnung der Protektoren. Außerdem sollten sie ein Prüfsiegel tragen: EN 1621-2 gilt für Rückenprotektoren, EN 1621-1 gilt für alle anderen.

(jg)     

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