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Neuorganisation des ADAC: Stiftung nimmt ihre Arbeit auf

Andrea David ist neue Geschäftsführerin der ADAC-Stiftung
© Foto: ADAC

Die neue Struktur des ADAC wird nach und nach umgesetzt: Im Oktober startet die neu gegründete ADAC Stiftung.


Datum:
06.10.2016
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Der Umbau des Automobilclubs ADAC geht weiter. Im Oktober 2016 nimmt mit der neu gegründeten ADAC Stiftung die dritte Säule des neuen ADAC-Struktur ihre operative Arbeit auf. Die zuständige Stiftungsaufsicht hat der Gründung einer gemeinnützigen und mildtätigen Stiftung nach Angaben des Clubs bereits zugestimmt und sie offiziell anerkannt. Die Stiftung bündelt künftig die Gemeinwohl-Aktivitäten des ADAC: Sie fördert insbesondere die Rettung aus Lebensgefahr durch die ADAC Luftrettung, die Unfallverhütung im Straßenverkehr, die Mobilitätsforschung und die Sicherheit im Amateur-Motorsport. Darüber hinaus leistet sie nach eigenen Angaben individuelle Hilfe für Unfallopfer.

Zur Erinnerung: Nach dem Skandal um die Manipulationen beim Autopreis „Gelben Engel“ und die darauffolgende Krise hatte sich der ADAC im Mai dieses Jahres eine neue Struktur gegeben. Beschlossen wurde die Aufteilung des Clubs in drei Säulen: Verein, Aktiengesellschaft und Stiftung. Die „Drei-Säulen-Struktur“ konzentriert die Mitgliedschaftsleistungen im ADAC e.V., die wirtschaftliche Aktivitäten in einer Aktiengesellschaft europäischen Rechts (ADAC SE) sowie die gemeinnützigen und mildtätigen Hilfeleistungen in einer Stiftung bürgerlichen Rechts. Als „gemischte Förderstiftung“ kann die ADAC Stiftung nach ADAC-Angaben eigene Tätigkeiten fördern und die ADAC Luftrettung gGmbH als Förderstiftung unterstützen. Die ADAC Stiftung hält eine Sperrminorität in Höhe von 25,1 Prozent an der ADAC SE. Die übrigen Anteile (74,9 Prozent) an der Aktiengesellschaft hält der ADAC e.V.

Die ADAC-Stiftung wird von einer Geschäftsführung, einem Stiftungsrat sowie einem Kuratorium geführt. Geschäftsführerin ist Andrea David (46). Die Bauingenieurin promovierte im Fachgebiet Verkehrstechnik und -planung an der Technischen Universität München und ist seit 2002 für den ADAC tätig. Zuletzt verantwortete sie das Ressort Verkehr. 

Der Stiftungsrat der ADAC-Stiftung ist mehrheitlich mit Nicht-ADAC-Repräsentanten besetzt und setzt sich zusammen aus: Thomas Burkhardt (Vorsitzender, ADAC-Vizepräsident für Technik), Hermann Tomczyk (ADAC-Sportpräsident), Alexander Kurz (Vorstand Personal Fraunhofer-Gesellschaft), Rupert Graf Strachwitz (Vorstandsvorsitzender Maecenata Stiftung) sowie Jutta Kleinschmidt (Physikerin und Rennfahrerin). In das Kuratorium wurden bisher Ulrich Klaus Becker, (ADAC-Vizepräsident für Verkehr), Jens Kuhfuß (ADAC-Vizepräsident für Finanzen), Kurt Heinen (ADAC-Vizepräsident für Tourismus) berufen. Zwei weitere Personen sollen noch ernannt werden.

(tr)

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