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Notrufsäulenbilanz 2015: Alle neun Minuten ein Notruf

In Baden-Württemberg steht die meist benutzte Autobahn-Notrufsäule Deutschlands im Jahr 2015: 190 Mal wurde die Notrufsäule Nr. 19887 auf der A 81 genutzt – kurz hinter dem Schönbuchtunnel vor der Ausfahrt 28 Herrenberg in Richtung Bodensee
© Foto: GDV DL

Drei Viertel aller Notrufsäulen an Autobahnen mussten im vergangenen Jahr Hilfe organisieren. Die orangefarbenen Säulen bleiben damit trotz Handys und Co. unverzichtbar, sagt GDV-Geschäftsführer Jens Bartenwerfer.


Datum:
09.03.2016
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76,7 Prozent aller Autobahn-Notrufsäulen leisteten Autofahrern 2015 mindestens einmal Hilfe bei Pannen oder anderen Notfällen. „Das waren 12.885 der insgesamt 16.800 Notrufsäulen, die rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr schnellstmöglich und an der richtigen Stelle Autofahrern in Not die erforderliche Hilfe vermitteln“, erläuterte Dr. Jens Bartenwerfer, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG (GDV DL), die in Hamburg alle eingehenden Notrufe betreut.

„Die orangefarbenen Säulen auf den Autobahnen bleiben – den mobilen Kommunikationsmitteln zum Trotz – unverzichtbar, vor allem wegen der automatischen exakten Ortung der Hilfesuchenden. In der Bilanz 2015 addieren sich die Notrufe und Pannenmeldungen über die Notrufsäulen  entlang der Bundesautobahnen auf insgesamt 57.629. Das entspricht 4,5 Notrufen pro Autobahnkilometer", so Bartenwerfer weiter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der eingehenden Notrufe zwar um 10,7 Prozent  verringert, dennoch ging 2015 alle neun Minuten ein Notruf in der Hamburger Notrufzentrale ein.

Da ebenfalls Warnmeldungen etwa zu Falschfahrern oder Gegenständen auf der Fahrbahn über die Säulen weitergeleitet werden, erhöht sich die Gesamtzahl der eingehenden Informationen um weitere 29.579 Warnmeldungen. „Insgesamt“,  fasst Bartenwerfer die Zahlen zusammen, „organisierte unsere  Notrufzentrale 2015 in 87.208 Fällen kurzfristig die  erforderliche Unterstützung und Hilfe.“

Die Notrufsäule, die 2015 am häufigsten für einen Pannen- oder Notruf genutzt wurde, steht in Baden-Württemberg. 190 Notrufe kamen von der Notrufsäule Nr. 19887 an der A 81 von Stuttgart Richtung Schweizer Grenze, der sogenannten Bodenseeautobahn, bei Kilometer 609,7 zwischen dem Schönbuchtunnel und der Ausfahrt 28 Herrenberg. Von dieser Säule wurde 2015 fast alle zwei Tage (1,9) ein Notruf abgesetzt. In diesem Bereich gab es im Vorjahr eine Großbaustelle, bei der die Fahrbahn, zwei Brücken sowie der Tunnel selbst saniert wurden. Kurz vor der Ausfahrt Weiterstadt auf der A 5, Kilometer 513,3 in Richtung Karlsruhe, steht die „Nummer 2“ mit 153 Notrufen; sie hat die Nummer 16178. Mit 152 Notrufen ist die  Autobahn-Notrufsäule Nr. 36165 an der A 7 bei Kilometer 101,6 kurz hinter der Ausfahrt Westenholz auf der Strecke  von Hamburg nach Hannover an dritter Position. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg befinden sich jeweils zwei der orangefarbenen Helfer unter den „Ton Ten“.

Höchste Notrufdichte am Autobahnzubringer bei Hamburg

Mit 14,5 Notrufen pro Kilometer führt 2015 – erneut und bereits zum dritten Mal seit 2011 – die A 255, der Autobahnzubringer zwischen der Hansestadt (Abzweig Veddel) und der A 1, die Statistik bei der Notrufdichte an. Es folgt die A 831 mit 12,5 Notrufen pro Kilometer auf der Strecke zwischen der B 14 und dem Autobahnkreuz Stuttgart. Der Autobahnring München, die A 99, verzeichnet an dritter Position 8,3 Notrufe pro Kilometer. Danach folgen die langen Transitrouten durch den Westen, Osten und Süden Deutschlands: Mit 8,2 Notrufen/km die A 5 sowie die A 2 und die A 3 mit jeweils 7,7 Notrufen/km.

Insgesamt kamen von den neun längsten Autobahnen 56,7 Prozent aller Pannenmeldungen und Notrufe, ihr Anteil an der Länge des gesamten Autobahnnetzes beträgt dagegen lediglich 42,4 Prozent. 2015 gingen zudem insgesamt 29.579 weitere Warnmeldungen von den Säulen bei der Notrufzentrale ein: Gemeldet werden Staus  oder Baustellen, akute Gefährdungen wie Falschfahrer, Radfahrer auf der Autobahn oder Unfälle Dritter. Die Notrufsäulen stehen ungefähr alle zwei Kilometer auf  beiden Seiten der Autobahnen.

(GDV DL/ts)

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