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Panne ohne Malheur

Eine Reifenpanne ist ärgerlich, aber mit etwas Übung schnell zu meistern
© Foto: Markus Mainka/Fotolia

Jeder Autofahrer erlebt laut Statistik einmal in zehn Jahren eine Reifenpanne. Dann ist der Ärger groß, denn ein platter Pneu kostet Zeit und Nerven. Der TÜV Süd informiert, was im Notfall zu tun ist.


Datum:
29.09.2014
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Bei einer Reifenpanne gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren, das Lenkrad festzuhalten, weiter geradeaus zu fahren und gefühlvoll zu bremsen. Auch mit geplatztem Reifen rollt das Auto noch halbwegs kontrolliert. Warnblinker setzen. Nach und nach das Tempo reduzieren und den rechten Straßenrand anpeilen. Ein naher Rast- oder Parkplatz ist für den Reifenwechsel sicherer als die Standspur einer viel befahrenen Autobahn.

„Ist am rechten Straßenrand oder auf der Standspur Endstation, gelten als Sicherheitsregeln: Motor aus, Handbremse anziehen, ersten Gang einlegen, Warnweste anziehen, Warndreieck circa 100 Meter hinter dem Wagen aufstellen, alle Insassen auf der zur Fahrbahn abgewandten Seite aussteigen lassen“, sagt Eberhard Lang vom TÜV Süd.

Wo sich Wagenheber und Bordwerkzeug befinden, verrät die Gebrauchsanweisung des Autos. Dort ist üblicherweise auch vermerkt, worauf man im Pannenfall achten muss und wie der Radwechsel zu erfolgen hat. In jedem Fall heißt es: Die Radmuttern lockern und das Auto mit dem Wagenheber aufbocken. Ist der Untergrund weich, ein festes Brett unterlegen. Nahe der Vorder- und Hinterräder gibt es verstärkte Stellen, damit der Unterboden nicht beschädigt wird. Dann das Rad abnehmen und das Ersatzrad montieren. Dafür die Muttern zunächst handfest anziehen, abschließend das Auto herunterlassen und die Schrauben noch einmal richtig festziehen.

Ganz wichtig: Die Radmuttern kreuzweise gleichmäßig anziehen, da sonst etwa Bremsscheiben beschädigt werden könnten. Im Extremfall kann sich das Rad sogar lösen. Zum Festziehen der Radmuttern sollte ein Drehmomentschlüssel verwendet werden, da so das erforderliche Drehmoment korrekt eingestellt werden kann. Ist kein optimales Werkzeug zur Hand, möglichst bald eine Werkstatt ansteuern und den Sitz des Rades und der Muttern überprüfen lassen. Wenn ein Notrad montiert ist, vorsichtig fahren.

Immer mehr Autohersteller verzichten inzwischen auf ein Ersatzrad und legen stattdessen ein Pannenset samt einem Dichtmittel in den Kofferraum. Damit ist eine zuverlässige Abdichtung von kleineren Schäden durchaus möglich. Der über den Zigarettenanzünder betriebene Kompressor pumpt anschließend den Reifen bis zum vorgeschriebenen Fülldruck wieder auf. Es gibt verschiedene Versionen, bei denen entweder das Dichtmittel sofort mit in den Reifen geblasen oder nach Entfernen des Ventileinsatzes zunächst von Hand eingefüllt wird. Deshalb empfiehlt es sich, vor Beginn der Reparatur die Gebrauchsanweisung zu Rate zu ziehen. Zweckmäßigerweise dreht man den Reifen mit der Schadstelle nach unten. So kann das Dichtmittel die Beschädigung direkt erreichen. Wie beim Einsatz eines Dichtungssprays ist danach auch hier eine reguläre Reifenreparatur nicht mehr möglich.

Egal, ob der Schaden per Pannenset, Not- oder Reserverad behoben wurde, „das Auto sollte mit maximal Tempo 80 zur fachmännischen Hilfe oder Kontrolle in die nächste Werkstatt gefahren werden“ legt der Fachmann Autofahrern ans Herz und warnt: „Bei einem Einsatz von Noträdern oder Ersatzräder mit anderer Reifengröße können bei längeren Distanzen und hohen Geschwindigkeiten Schäden am Differenzial auftreten.“ Für alle Fälle sollten ein Paar Handschuhe sowie ein Müllsack an Bord sein. Mit dem schafft man sich zum einen einen sauberen Arbeitsplatz für die Reparaturarbeiten und später kann man den defekten Reifen so verstauen, dass der Kofferraum nicht verschmutzt.

(tc)

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