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Smombies leben gefährlich

Wie aus einem Horrorfilm: Smombies im Straßenverkehr
© Foto: Goslar Institut

Sogenannte Smombies sind so auf ihr Smartphone fixiert, dass sie die Welt um sich herum vergessen. Im Straßenverkehr kann dies tödlich sein, wie das Goslar Institut berichtet.


Datum:
11.04.2016
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Sie haben einen eigenen Gattungsbegriff, der zum Teil dem Genre der Horrorfilme und -literatur entlehnt wurde: Die Rede ist von sogenannten Smombies - jenen Menschen, die so auf ihr Smartphone fixiert sind, dass sie die Welt um sich herum vergessen. Im Straßenverkehr kann dies tödlich sein, wie das Goslar Institut berichtet.

Denn diese Smartphone-Zombies, die es immerhin zum „Jugendwort des Jahres 2015“ gebracht haben, gefährden nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer. Ein solches Verhalten ist für Auto- und Zweiradfahrer mit Fug und Recht verboten und wird mit einem Bußgeld bestraft.

Dürfen Fußgänger diesem Laster dagegen unbehelligt nachgehen? Nicht ganz, sagen Verkehrsrechtler und verweisen auf die im Bußgeldkatalog enthaltene Allgemeinklausel. Danach können Fußgänger mit einer Verwarnung von fünf bis zehn Euro belegt werden, wenn sie ihre Sorgfaltspflicht verletzen. Doch dazu kommt es eher selten, wie Praxisberichte ergeben.

Wer ins Smartphone tippt, ist wie betrunken

Dies erscheint vielen Verkehrssicherheitsexperten ebenso unverständlich wie der Polizei. Denn Untersuchungen zufolge wird die Aufmerksamkeit eines Autofahrers, der am Steuer eine SMS in sein Smartphone tippt, zu 70 Prozent eingeschränkt. Das ist so wie bei einem Alkoholgehalt von 1,1 Promille. Dementsprechend ist beides untersagt. Ein Fußgänger, der sich völlig dem Handy widmet, kann als „Blindgänger“ jedoch ebenso einen Unfall herbeiführen.

Besonders gefährdete Smombies sind laut einer Studie des Automobilherstellers Ford Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Von den in der Untersuchung Befragten gaben 86 Prozent aus dieser Altersgruppe an, bereits mobile Geräte oder Handys beim Überqueren einer Straße verwendet zu haben: Von ihnen telefonierten 68 Prozent, 62 Prozent lauschten Musik und 34 Prozent waren mit Textnachrichten beschäftigt. Für immerhin 22 Prozent dieser Studienteilnehmer bedeutete das nach eigenen Angaben, schon in einen Unfall oder einen Beinahe-Unfall beim Überqueren einer Straße verwickelt gewesen zu sein.

16 Mal höheres Unfallrisiko

Diesen Smombies scheint nicht bewusst zu sein, dass ihre Beschäftigung mit dem Mobilgerät für sie ein 16 Mal höheres Unfallrisiko bedeutet, wie Forscher errechneten. Wie das ausgehen kann, ist inzwischen leider immer öfter aus Unfallberichten oder Meldungen zu erfahren: Da kommen – vielfach junge – Menschen zu Tode oder werden verletzt, weil sie statt auf den Verkehr auf ihr Smartphone geachtet haben. Vor diesem Hintergrund sorgen sich Verkehrssicherheitsexperten schon heute vor neuen technischen Anwendungen wie etwa der Datenbrille.

(Goslar Institut/tc)

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