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Sorglose Autofahrer: Das Geschäft mit den Fahrzeugdaten

750 Milliarden Euro Umsatz: kostbare Auto-Daten
© Foto: Fotolia/Envfx

Informationen rund ums Auto sind wertvoll. Autofahrer haben dabei, so eine Studie, kaum Bedenken, ihre Daten weiterzugeben.


Datum:
05.10.2016
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Mit Fahrzeugdaten lassen sich bis 2030 bis zu 750 Milliarden Euro jährlich umsetzen. Das ist das Ergebnis der Untersuchung „Monetizing Car Data“ der Unternehmensberatung McKinsey. Aus den Informationen, wie ein Auto bewegt wird, wohin es fährt und wer sich darin befindet, lassen sich laut McKinsey datenbasierte Services entwickeln, die beispielsweise präziser als bisher vor Staus warnen, automatisch einen Parkplatz finden oder die Wartung des Wagens vereinfachen. Über 70 Prozent der deutschen Autofahrer wären bereit, für solche Dienste zu bezahlen.

Für die Untersuchung befragte die Unternehmensberatung mehr als 3.000 Autokäufer in Deutschland, den USA und China sowie zahlreiche Industrieentscheider. Die Berater identifizierten 30 Anwendungsfelder für die Nutzung von Fahrzeugdaten. Die drei wichtigsten Bereiche, in denen Autofahrer Geld auf den Tisch legen würden: die Unterstützung bei der Suche nach freien Parkplätzen, auf Verschleiß beruhende intelligente Wartungsintervalle sowie Informationen zur Fahrzeugnutzung, die bei einem Weiterverkauf einen umfassenden Qualitätsnachweis erlauben.

Parkplatz, Sicherheit, Versicherungen, Entertainment
Über 90 Prozent der Autofahrer in Deutschland, den USA und China sind nach Angaben der Unternehmensberatung außerdem bereit, Daten weiterzugeben, wenn dies zu einer Zeitersparnis führt - beispielsweise bei der Parkplatzsuche. Ähnlich hohe Zustimmungswerte gibt es auch bei anderen Anwendungsfeldern wie der Sicherheit (etwa Diebstahlschutz), möglichen Kosteneinsparungen (zum Beispiel auf Fahrverhalten basierende Versicherungen) oder Komfortgewinn (wie Entertainmentangebote im Auto). Dominik Wee, McKinsey-Partner und Ko-Autor der Studie: „Jüngere Fahrer zwischen 18 und 49 sowie Vielfahrer sind gegenüber neuen Angeboten am aufgeschlossensten.“

Großes Vertrauen genießen auch hier die Autohersteller: Mehr als drei Viertel der Kunden wären bereit, Positionsdaten anonym an den Hersteller zu übermitteln - beispielsweise damit dieser das Fahrzeug verbessern kann. Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey und Koautor der Studie: „Die Menge an Daten, die während der Fahrt im Auto generiert werden, wird sich in den kommenden Jahren vervielfachen.“ Für Autohersteller - aber auch für Zulieferer, Versicherer, Infrastrukturbetreiber und Digitalunternehmen - biete sich damit ein erhebliches zusätzliches Umsatzpotenzial.

(tr)

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