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Streitigkeiten zwischen Auto- und Radfahrern

Zwischen Rad- und Autofahrern kommt es im Straßenverkehr immer wieder zu Unstimmigkeiten
© Foto: Dan Race/fotolia

Auto- und Fahrradfahrer geraten im Straßenverkehr immer wieder aneinander. Das belegt auch eine TNS-Emnid-Umfrage unter 1.000 Deutschen. Ein erstaunliches Ergebnis dabei: Autofahrer regen sich mehr über ihresgleichen auf als über Radfahrer.


Datum:
25.06.2016
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Auto- und Fahrradfahrer sind sich oft nicht grün im Straßenverkehr. Das belegt auch eine TNS-Emnid-Umfrage unter 1.000 Deutschen im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR). Sie wurde im Rahmen der Kampagne „Runter vom Gas“ durchgeführt. Laut Umfrageergebnis nehmen 61 Prozent der Radfahrer und 56 Prozent der Autofahrer häufig Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Verkehrsteilnehmern war.

Radler werden von Angst begleitet

Die Befragung zeigt außerdem, dass die Mehrheit der Radfahrer ständig von Angst begleitet wird. Autos spielen dabei den größten Faktor, 62 Prozent fühlen sich von ihnen bedroht. Der Grund: Radler wissen, dass sie beim Kräftemessen mit einem Fahrzeug immer den Kürzeren ziehen. Laut der Umfrage bezeichnen mehr als die Hälfte der Radfahrer aggressives Verhalten am Steuer (72 Prozent) und mangelnden Sicherheitsabstand beim Vorbeifahren (69 Prozent) als Hauptgefahrenquelle. Gleich dahinter kommen Unachtsamkeit beim Öffnen der Autotür (ebenfalls 69 Prozent) sowie Abbiegefehler der Autofahrer (58 Prozent). Unvorsichtige und rücksichtlose Autofahrer sind für 81 Prozent der Radler außerdem der größte Störfaktor im Straßenverkehr, dicht gefolgt von Autos, die auf Fahrradwegen parken (74 Prozent).

Was besonders bemerkenswert ist: Rad- und Autofahrer haben ähnliche Ansichten, wenn es um Ärgernisse im Straßenverkehr geht. Dabei regen sich Autofahrer mehr über die Verkehrsteilnehmer aus den eigenen Reihen auf, als über Radfahrer. So gehören sogar für 88 Prozent der Fahrzeughalter rücksichtslose und unvorsichtige Fahrzeuglenker zum Hauptärgernis. An zweiter Stelle stehen mit 80 Prozent Autofahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Erst auf Platz drei befinden sich die Radfahrer (72 Prozent), wenn sie nebeneinander fahren, die Straße blockieren oder rote Ampeln überfahren.

Verständnisbroschüre "Pkw - Fahrrad; Fahrrad - Pkw"

Aber gibt es eine Erklärung für die gegenseitige Antipathie von Autofahrern und Radlern? „Die Ursachen für Konflikte sind vor allem Vorurteile und Missverständnisse zwischen Rad- und Autofahrern“, denkt Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim BMVI. Um den konstruktiven Dialog zwischen beiden Verkehrsparteien zu fördern, haben sich das BMVI, der DVR, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADAF), der Bund Deutscher Radfahrer e.V. (BDR) sowie der Verlag Langenscheidt etwas einfallen lassen und die Verständnisbroschüre „Pkw – Fahrrad; Fahrrad – Pkw“ herausgebracht. „Wir möchten die Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren, die gleiche Sprache zu sprechen. Mit Humor und praktischem Wissen zeigen wir ihnen den Weg zu einem fairen und freundlichen Miteinander“, erklärt Dr. Walter Eichendorf, Präsident des DVR. In der Broschüre werden häufige Konfliktsituationen im Straßenverkehr aufgegriffen. Mit konkreten Tipps erhalten die Auto- und Radfahrer die Möglichkeit, sich in die Perspektive des jeweils anderen hineinzuversetzen.

Die Broschüre „Pkw – Fahrrad; Fahrrad – Pkw“ kann kostenlos auf der Homepage der Kampagne „Runter vom Gas“ heruntergeladen werden.

(jg)

  

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