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Top-Five der Assistenzsysteme

Zu den wichtigsten Assistenzsystemen zählt auch die Automatische Notbremsung
© Foto: Volkswagen

Welche Sicherheits-Features sollte ein neuer Gebrauchter haben? Der TÜV Süd gibt Tipps.


Datum:
11.07.2014
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Gerade beim ersten Fahrzeug nach bestandenem Führerschein handelt es sich oft um einen Gebrauchten. Wer sich über potenzielle Kandidaten für den Kauf informiert, sollte allerdings nicht nur auf den Kilometerstand und mögliche Mängel achten. Das Thema Assistenzsysteme muss ebenfalls auf die Checkliste. Dabei muss aber lang nicht alles sein, was auf den Ausstattungslisten der Automobilhersteller steht. Der TÜV Süd gibt Tipps, auf welche Systeme kein Gebrauchtwagenkäufer verzichten sollte.

Platz 1 – ABS

Das Antiblockiersystem (ABS) ist schon länger vorgeschrieben. Ältere Schnäppchen kommen aber womöglich noch ohne daher. „Dann lässt sich das Auto bei einer Vollbremsung nicht mehr lenken“, weiß Eberhard Lang vom TÜV Süd. Da die meisten Fahrer heute nicht mehr mit dieser Einschränkung rechnen, kann es dabei brenzlig werden. In fast allen Fällen verkürzt ABS den Bremsweg zudem um zehn bis 15 Prozent.

Platz 2 – ESP

Das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) gehört zu den wirksamsten Unfallverhinderern und Lebensrettern. Rund ein Viertel der Unfälle können damit vermieden werden. Bei den tödlichen sind es sogar 40 Prozent. Bis 2010 waren erst knapp 60 Prozent der Autos mit ESP ausgestattet. Ein besonderes Augenmerk auf das Sicherheitssystem ist also notwendig. Leider nutzen nicht alle Autohersteller den Begriff ESP. Abkürzungen wie DSC (BMW), DSTC (Volvo), MASC (Mitsubishi), PSM (Porsche), VSA (Honda) oder VSC (Toyota) bezeichnen die gleiche Technik. Übrigens: ESP schließt ABS stets ein.

Platz 3 – Bremsassistent

Viele Autofahrer treten bei einer Notbremsung nicht fest genug auf das Bremspedal. „Ohne den Assistenten geht dabei wertvolle Bremswirkung verloren und der Anhalteweg verlängert sich“, sagt Lang. Der Bremsassistent erkennt anhand der Art, wie der Fahrer auf die Bremse tritt, dass die volle Wirkung erwünscht ist und bremst mit voller Kraft. Die Funktion darf nicht mit dem Notbremsassistenten (siehe Platz 5) verwechselt werden. Sie verkürzt aber den Bremsweg in vielen Fällen deutlich und verhindert auf diese Weise so manchen Unfall.

Platz 4 – Spurhalteassistent

Er warnt bei Abkommen von der Straße oder einem unbeabsichtigten Wechsel der Fahrspur. Eine Kamera beobachtet dazu die Fahrbahnbegrenzungen. Die Warnung selbst ist so verschieden wie die Namen für den Assistenten der einzelnen Fahrzeughersteller. Gebräuchlich sind vibrierende Lenkräder, Töne und optische Signale. Ganz neue Systeme greifen zusätzlich in die Lenkung ein.

Platz 5 – Automatische Notbremsung

Leider noch schwer in Gebrauchten und nur bei wenigen Marken zu bekommen ist der Notbremsassistent. Über Kamera und Radar beobachtet er ständig den Verkehr und warnt zunächst, wenn ein Hindernis eine Bremsung erforderlich macht. Folgt der Fahrer nicht, bremst das Auto selbsttätig. Für die Experten von TÜV Süd liegen die Sicherheitsvorteile in der gleichen Größenordnung wie beim ESP. Wer einen relativ neuen Gebrauchtwagen sucht, sollte also nach dem Notbremsassistenten Ausschau halten.

Hintere Plätze

Es gibt noch etliche Systeme, die positive Auswirkungen auf die Sicherheit haben. Und dazu noch weitere, die den Komfort verbessern und über entspanntes Fahren ebenfalls das Unfallrisiko senken. Abstandswarner, Einparkhilfen – von den einfachen Piepsern bis zum automatischen Parkassistenten, Rückfahrkameras und Tote-Winkel-Erkennung sind nur einige Beispiele. Sie können die oben genannten Lebensretter ergänzen, aber nicht ersetzen.

(se)

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