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Trend zu kürzeren Wechselintervallen

Ölwechselintervalle von 50.000 Kilometern sind künftig nicht mehr machbar. Davon geht Shell-Mitarbeiter Helmut Leonhardt aus
© Foto: Fotolia/industrieblick

Immer kleinere und leistungsstärkere Motoren machen einen Ölwechsel nach 15.000 Kilometern nötig, so der Tenor des Entwicklungsleiters Helmut Leonhardt bei Shell anlässlich der Motorenölfachtagung.


Datum:
29.03.2016
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Der Trend zu kleineren aber leistungsstarken Motoren führt zu einer deutlich höheren Beanspruchung des Motorenöls. Dies habe zwangsläufig kürzere Wechselintervalle zur Folge. „Ölwechselintervalle von 50.000 Kilometern sind künftig nicht mehr machbar“, erklärte Helmut Leonhardt, Leiter Entwicklung Motorenöle bei Shell in Hamburg anlässlich der 4. Motorenölfachtagung des Ölherstellers. Ölwechsel nach 15.000 Kilometern seien sinnvoll, wenn das Öl durch hohe Temperaturen im Motorraum, gestiegene Biodieselanteile in Kraftstoffen und Zusätze wie Harnstoff zur Erfüllung der Abgasnorm Euro 6 immer höherer Beanspruchung unterliege.

Fahrzeughersteller müssten die Balance zwischen kundenfreundlichen Serviceintervallen und sinnvollem Ölmanagement finden, so Leonhardt. Ein weiterer Faktor, der häufigere Wechsel erforderlich mache, sei die Verdampfung der Motorenöle, die zur Reduzierung von Reibung immer niedrigviskoser formuliert würden. Der Verlust durch Ölverdampfung werde umso problematischer je niedrigviskoser ein Motorenöl ist, lautet die Faustformel.

„Die Verdampfung der Öle führt zur Anreicherung der Additive im Öl, das ist ab einer Viskosität von 0W20 ein problematischer Faktor“, erklärte der Motorenölforscher. Als besonders stabil weil besonders rein erweisen sich laut Leonhardt die von Shell produzierten Grundöle aus Erdgas. Die Shell Helix Ultra Motorenöle werden im Gas-to-Liquid-Verfahren produziert. Dabei wird aus Erdgas durch chemische Umwandlung flüssiges Öl hergestellt. Shell ist weltweit der einzige Schmierstoffhersteller, der das Verfahren in großem Maßstab anwendet. Vermarktet wird das Konzept unter dem Begriff „PurePlus-Technology“. Die Fahrzeugindustrie verlange zunehmend niedrigviskose Öle. Experimentiert würde bereits mit 0W8-Ölen.

(diwi)

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