Umfrage: Wie geht es Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern mit den Reformplänen

06.08.2026 14:36 Uhr | Lesezeit: 3 min
Online Umfrage
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© Foto: Coloures-Pic/Adobe Stock

Die geplante Reform der Fahrschulausbildung ist weiterhin Gesprächsthema Nummer eins in der Branche. Daher wendet sich die MOVING International Road Safety Association in einer neuen Umfrage direkt an angestellte Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer, um Eindrücke aus erster Hand zu sammeln.

Trotz neuem Verkehrsminister sorgen die Pläne zur Reform der Fahrschulausbildung in der Branche nach wie vor für Gesprächsstoff. Die MOVING International Road Safety Association möchte in ihrer neuen Umfrage direkt von angestellten Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern wissen, wo diese ihre Herausforderungen mit den anstehenden Änderungen sehen.

Um an der Umfrage teilzunehmen, klicken Sie bitte auf den untenstehenden Link. Die Umfrage ist anonym und dauert in etwa fünf bis sieben Minuten.


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KOMMENTARE

Andreas Kroemer

08.08.2026 - 00:00 Uhr

Die Reform, wie man sie angedacht hat, ist eine Farce. Wer als Pädagoge auf die Idee kommt, dass man mit digitalem Unterricht etwas Gutes macht, sollte unbedingt bei den wirklichen Fachleuten nachfragen. Als Lektüre empfehle ich das Gutachten von Prof. Dr. Manfred Spitzer. Titel: "Theorieunterricht in Fahrschulen". -> Zusammenfassung und Diskussion: Gefährdung der Verkehrssicherheit Die Qualität und damit die Effektivität des Theorieunterrichts als Teil der gesamten Ausbildung für den Erwerb der Fahrerlaubnis würde beim Ersatz des Präsenzunterrichts durch digitalen Distanzunterricht deutlich abnehmen. Die für Lernen und insbesondere soziales Lernen so wichtigen Interaktionen zwischen Lehrern und Schülern würden deutlich reduziert und die ebenso wichtigen Interaktionen der Schüler untereinander würden gänzlich entfallen. Damit würde eine deutliche Verminderung erstens der Nachhaltigkeit des Erlernten und zweitens der Vermittlung vor allem sozialer Kompetenzen für das Verhalten im Straßenverkehr einhergehen. Beides würde mittelfristig die Sicherheit im Straßenverkehr gefährden. Angesichts der Tatsache, dass die Anzahl der jährlich im Straßenverkehr zu Tode kommenden Menschen seit Beginn der diesbezüglichen Aufzeichnungen abnimmt und im letzten Jahr einen erneuten Tiefststand erreicht hat, sollte das Risiko einer Trendumkehr keineswegs eingegangen werden." https://www.academia.edu/129837542/Theorieunterricht_in_Fahrschulen Wer das Ganze immer noch nicht glaubt, soll sich bitte die Zahlen des KBA anschauen; dort steht, dass die Durchfallquoten in der Theorie 2005 bei 28,4 % lag, 2024 jedoch schon bei 41,3 %. Tragisch ist dabei, dass die Durchfallquote ab 2012 stetig angestiegen ist und mit dem heutigen Tage, verschiedenen Quellen zufolge, schon die 50-%-Marke erreicht hat. Pikanterweise war das ausgerechnet der Zeitraum, als die Lern-Apps flächendeckend vorhanden waren. Heutige Schüler haben nicht mehr gelernt, wie man richtig lernt; das ist heute selbst bei den Studenten deutlich zu sehen. Und obwohl Pädagogen das wissen, will man mit aller Gewalt den digitalen Unterricht durchsetzen? Ich denke mal, dass sich eine Menge Leute auf Kosten der Fahrschüler kräftig die eigenen Taschen füllen wollen. Patrick Schnieder hatte doch auch Frankreich so sehr gelobt, weil man dort auf Onlineunterricht setzt. Leider hat er völlig "vergessen", zu erwähnen, dass die Bestehensquote in der Theorieprüfung auf 16 % gefallen ist, in einigen Ballungsgebieten wie Paris sogar auf 10 %. Bei dem französischem Sender TF1 Info heißt es: „Formell weist die neue Straßenverkehrsordnung, die an diesem Montag (2.5.24) in Kraft getreten ist, einen wesentlichen Unterschied auf: 10% der Fragen werden auf Video gestellt. Grundsätzlich tauchen neue Themen auf wie Mechanik, Erste Hilfe, umweltfreundliches Fahren und neue Technologien. Die Erfolgsquote ist stark rückläufig und liegt bei 16 % im Vergleich zu 71 % zuvor.“ Die Ursache ist leicht erkennbar: Die Anzahl der Fragen und Antworten konnte recht einfach auswendig gelernt werden, weil es lediglich um Verkehrsregeln und Verkehrsschilder ging. Nichts von dieser Reform bringt für den Fahrschüler wirklich einen Vorteil; ganz im Gegenteil. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und rechne mit einer Durchfallquote von mind. 70 % bis Ende 2027. Und dann will es natürlich aus der Politik niemand gewesen sein. Aber was wissen wir Fahrlehrer schon von Ausbildung?


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www.fahrschule-online.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift FAHRSCHULE aus dem Verlag Heinrich Vogel. Diese ist das offizielle, überregionale Organ der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände ist. Im Mittelpunkt der redaktionellen Leistungen stehen die Fragen der Verkehrssicherheit. Technische, wirtschaftliche und verkehrsrechtliche Probleme werden ausgiebig erörtert.

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