Umfrage: Fast zwei Drittel würden weniger Auto fahren

Laut Kapsch hat Madrid „ein intelligentes Mobilitätssystem“
© Foto: Kapsch

62 Prozent der Deutschen sind bereit, das Autofahren einzuschränken, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern. Das hat die repräsentative Umfrage „Kapsch TrafficCom Index 2020“ ergeben.


Datum:
30.10.2020
Autor:
Thomas Cyganek
Lesezeit: 
2 min

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Eine Mehrheit von 87 Prozent spricht sich laut Kapsch-Pressemitteilung dafür aus, Emissionen durch umweltfreundliche Verkehrslösungen zu verringern. Zu Corona-Zeiten würden aber die Uhren anders ticken: Die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr seien eingebrochen und der Umstieg auf E-Autos bleibe die Ausnahme. Fahrrad und E-Bike würden dagegen boomen. Diese Entwicklung solle genutzt werden, fordert Kapsch, „um mit handfesten Maßnahmen die Klimaschutzziele von Paris tatsächlich zu erreichen.“ Aber: In den Wintermonaten sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Autoverkehr wieder zunehme. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation würden viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel weiter meiden.

„Vorbild Madrid“

Eine durchschlagende, umweltfreundliche Wirkung würden digital vernetzte Systeme haben, behauptet der Anbieter von Verkehrslösungen für eine nachhaltige Mobilität.

„Wie das geht, hat Madrid bereits vorgemacht“, heißt es bei Kapsch weiter. „Um die Stau- und Schadstoffbelastung grundlegend zu verringern, hat die spanische Hauptstadt ein intelligentes Mobilitätssystem implementiert. Durch eine adaptive Lichtsignalsteuerung, die sich automatisch der aktuellen Verkehrssituation anpasst, ist das Stauaufkommen um etwa 20 Prozent und Emissionen um rund zehn Prozent reduziert worden. Der Schlüssel für eine noch flüssigere und damit ökonomischere Verkehrsführung liegt in der Nutzung von anonymisierten Fahrzeugdaten, die mit dem Verkehrsleitnetz verbunden werden.“

Durch die Mobilitätsdaten von Fußgängern, Radfahrern, Motorradfahrern und Autofahrern würden die Madrider Behörden einen exakten Überblick über die Verkehrssituation erhalten. Diese Messungen würden mit Daten aus zusätzlichen Quellen wie beispielsweise den öffentlichen Verkehrsbetrieben oder der Polizei ergänzt. Damit könne die Stadtverwaltung nicht nur unmittelbar auf Unfälle und Verkehrsüberlastungen reagieren, sondern den Verkehr auch optimieren. 

 

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