Berlin (ots) - Am 14. Mai ist Vatertag und damit der mit Abstand unfallreichste Tag für alkoholbedingte Verkehrsunfälle im Jahr. In den vergangenen Jahren verzeichnet das Statistische Bundesamt rund 300 alkoholbedingte Verkehrsunfälle an Christi Himmelfahrt, gegenüber etwa 100 an einem normalen Tag. Die Zahl verdreifacht sich somit innerhalb eines einzigen Tages, und das Jahr für Jahr.
Eine neue Studie von Motointegrator und DataPulse Research zeigt: Vatertag ist in Deutschland mit Abstand der traurige Spitzenreiter, wenn es um Alkohol am Steuer geht. Trotz dieses hartnäckigen Spitzenwerts geht es in Deutschland insgesamt in die richtige Richtung. Zwischen 2011 und 2021 sind die alkoholbedingten Verkehrstoten von 400 auf 167 gesunken, ein Rückgang von 58 %. Damit zählt Deutschland zu den europäischen Ländern mit deutlichen Fortschritten während dieser Zeitspanne. Der Vatertag ist aber etwa dort geblieben, wo er seit Jahren steht.
Auch andere europäische Länder verzeichnen einen ähnlich positiven Trend und haben dennoch ihre eigenen Negativrekorde im Kalender: In Frankreich waren am Neujahrstag zwischen 2022 und 2024 rund 75 % der tödlichen Unfälle alkoholbedingt, gegenüber 30 % im Jahresdurchschnitt. In Belgien verdreifacht sich der Alkoholanteil an Verkehrsunfällen um Weihnachten und Neujahr von 11 % auf bis zu 33 %. In Polen werden allein während des viertägigen Allerheiligen-Wochenendes rund 850 Betrunkene hinter dem Lenkrad aufgegriffen. Und auch das skandinavische Mittsommerfest gilt als Risikotag.