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VDI: Automatisierung führt zu weniger Verkehrstoten

Weniger menschliches Versagen - weniger Verkehrstote: So lautet die Rechnung des VDI
© Foto: Folienfeuer/adobe.stock.com

In seiner „Erklärung Fahrzeugsicherheit“ hat der Verband Deutscher Ingenieure auf die Vorzüge automatisierten Fahrens hingewiesen.


Datum:
04.12.2017
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Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) sieht das Ziel der Reduzierung der Verkehrstotenzahlen um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 gefährdet. Das teilte der Verband in einer Erklärung mit. Nach aktuellem Stand sei für das Jahr 2017 mit etwa 3.200 Verkehrstoten zu rechnen. In den vergangenen sieben Jahren hätte sich damit die Zahl der Verkehrstoten nur um etwa 450 reduziert. Der VDI sieht in der Automatisierung des Verkehrs „eine große Chance, die Verkehrstotenzahlen stärker zu reduzieren“. Der Grund für die Annahme: Menschliches Versagen sei mit über 90 Prozent Unfallursache Nummer eins.

Die Automatisierung biete die Möglichkeit, Leistungsschwankungen und Emotionen des Fahrers, die sich negativ auf die Fahrsicherheit auswirken, zu mindern. Darüber hinaus könne die Kommunikation der Verkehrsteilnehmer untereinander sowie mit der Infrastruktur kritische Situationen erst gar nicht entstehen lassen und damit möglicherweise einen Unfall vermeiden, so der VDI. Konkret beziffert der Verband das Potenzial bei der Reduzierung der Verkehrstotenzahl durch einen zunehmende Automatisierung im Straßenverkehr auf bis zu 730 Personen bis 2020.

Laut VDI können automatisierte Technologien zu Verbesserungen in zahlreichen Fällen führen – etwa bei Kreuzungsunfällen, Einbiege- und Einmündungsunfällen, Unfällen durch nicht angepasste Geschwindigkeit, Abkommen von der Fahrbahn durch Unaufmerksamkeit, Auffahrunfällen durch Unaufmerksamkeit, Spurwechselunfällen, Nichterkennung von Objekten und Gefahrenpunkten, Unfällen infolge von Unerfahrenheit, Ungeübtheit oder negativer emotionaler Verfassung des Fahrers.

„Dennoch wäre es falsch, den Schluss zu ziehen, man müsse nur den Menschen durch eine Maschine ersetzen, um den Verkehr sicherer zu machen“, sagt Rodolfo Schöneburg, Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik. „Die meisten Autofahrer besitzen mit ihren Sinnen und ihrem Erfahrungsschatz die Fähigkeit, sich viele Jahre unfallfrei im Straßenverkehr zu bewegen. Unfallfreien Verkehr kann das Automobil alleine nicht ableisten. Denn auch wenn ein automatisiertes Fahrzeug in der Zukunft fehlerfrei arbeiten kann, sind Unfälle auf lange Sicht in einem so vielschichtigen Verkehrsumfeld und mit der heute vorherrschenden Infrastruktur nicht vermeidbar.“ (tr)

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