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Versicherer dämpfen Erwartungen an automatisiertes Fahren

Schöne neue mobile Welt? Der GDV zweifelt daran
© Foto: AMP/Continental

Eine Studie des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) äußert sich skeptisch zum automatisierten Fahren.


Datum:
14.06.2017
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Die GDV-Studie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass neue Technik im Fahrzeug „in der Praxis weniger Schäden als in der Theorie“ verhindere. Außerdem würden die Systeme die Reparaturkosten erhöhen.

Die GDV-Experten prognostizieren, dass die Entschädigungsleistungen der Kfz-Versicherer bis 2035 durch die neuen Systeme um sieben bis maximal 15 Prozent sinken. Im Bezugsjahr 2015 hatten die Versicherer Schäden in Höhe von rund 22 Milliarden Euro reguliert.

„Die neuen Systeme machen das Autofahren zwar sicherer, sie verbreiten sich im Fahrzeugbestand aber nur langsam und machen Reparaturen im Schadenfall teurer. Auf absehbare Zeit hat der technologische Fortschritt also nur geringen Einfluss auf das Schadengeschehen“, sagt Bernhard Gause, Mitglied der GDV-Geschäftsführung.

Keinen Einfluss auf viele Schäden

Die Studienautoren haben insgesamt sechs Systeme analysiert (Spurhaltesystem, Spurwechselassistent, Notbremsassistent, Park- und Rangierassistent, Autobahnpilot, City-/Landstraßenpilot). Den größten Effekt auf Kfz-Haftpflichtschäden hatten Notbremsassistenten sowie Park- und Rangierassistenten.

Aber auf viele Schäden hätten Assistenzsysteme keinen Einfluss. „Ein Autobahnpilot hilft gegen Autodiebe ebenso wenig, wie eine Einparkhilfe vor Steinschlag, Hagel oder Marderbissen schützt. Auch der beste Notbremsassistent ändert nichts an den physikalischen Gesetzen für den Bremsweg eines Autos“, heißt es in der Studie.

(tc)

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