Bei der Innenministerkonferenz haben sich die Vertreter der Länder für eine Absenkung der Promillegrenze für Radfahrer ausgesprochen. Bereits Mitte letzten Jahres hatte die Deutsche Verkehrswacht (DVW) einen entsprechenden Beschluss gefasst und dabei gefordert, den Grenzwert der absoluten Fahruntüchtigkeit bei Radfahrern von 1,6 auf 1,1 Promille herabzusenken.
„Der aktuelle Grenzwert von 1,6 Promille für Radler ist viel zu hoch, er ist über 20 Jahre alt und wird der heutigen Verkehrssituation nicht mehr gerecht“, erklärt Kurt Bodewig, Präsident der DVW und Bundesminister a. D.
Untersuchungen zufolge schätzen viele Verkehrsteilnehmer die Entfernung sowie Geschwindigkeit eines herannahenden Pkw bereits ab einem Blutalkoholgehalt von 0,3 Promille falsch ein, bei 0,5 vermindert sich die Sehleistung und ab 0,8 Promille verdoppelt sich die Reaktionszeit.
(tf)