3.600 Menschen sind im Jahr 2012 auf Deutschlands Straßen ums Leben gekommen. Dies meldete Anfang Juli dieses Jahres das Statistische Bundesamt (Destatis). Zwar sind das 409 Menschen weniger als noch im Jahr 2011 und der niedrigste Wert seit 1950. Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass noch immer zehn Menschen pro Tag im Straßenverkehr ums Leben kommen. Etwa 1.000 werden verletzt.
Erfreulich ist die Entwicklung bei den Fahranfängern im Alter von 18 bis 24 Jahren: Die Zahl der Verkehrstoten ging in dieser Altersgruppe im Vergleich zu 2011 um knapp 17 Prozent zurück. Damit starben insgesamt 611 junge Erwachsene im Straßenverkehr. Dennoch sind sie noch immer die am meisten gefährdete Gruppe: Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Risiko mit 92 Getöteten je eine Million Einwohner mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Altersgruppen.
Auch bei den Senioren ab 65 Jahren ist die Zahl der Getöteten um fast 5 Prozent auf 994 Personen weiter zurückgegangen. Mit 59 Toten je eine Million Einwohner sind sie hinter den Fahranfängern die zweitgefährdetste Risikogruppe.
Die Unfallursache „nicht angepasste Geschwindigkeit“ ist noch immer der Hauptgrund für Tote im Straßenverkehr: 37 Prozent kamen wegen überhöhter Geschwindigkeit ums Leben – auf Autobahnen waren es sogar 50 Prozent. Autobahnen sind aber nicht die Hauptunfallstraßen: Landstraßen außerorts sind nach wie vor eine größere Gefahrenquelle: Fast 60 Prozent aller getöteten Verkehrsteilnehmer sterben dort. Besonders Unfälle in Kurven oder nach einem Baumaufprall kosten vielen Verkehrsteilnehmern das Leben.
(cm)