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Wenn das Auto Feuer fängt

Wenn ein Auto zu brennen beginnt, ist äußerste Vorsicht geboten
© Foto: Sven Simon/picture alliance

Rund 20.000 Fahrzeuge fangen in Deutschland jedes Jahr Feuer. Laut dem Automobilclub von Deutschland könnten die meisten Brände verhindert werden. Doch warum entzündet sich ein Fahrzeug? Und was muss ein Autofahrer im Ernstfall tun, um Schlimmeres zu verhindern?


Datum:
13.07.2016
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Beim Fahren gibt es Probleme mit dem Auto und plötzlich fängt es an zu brennen – eine Horrorvorstellung für jeden Fahrer. Laut dem Automobilclub von Deutschland (AvD) kommt das immer wieder vor. Je nach Quelle werden rund 20.000 Fahrzeuge jedes Jahr ein Raub der Flammen. Bei einem Viertel davon steckt Brandstiftung dahinter. Die Mehrzahl der übrigen Brände ließe sich jedoch durch eine entsprechende Vorsorge verhindern, so der AvD. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass ein Auto Feuer fängt? Der AvD hat die häufigsten Gründe zusammengefasst:

1. Kraftstoffsystem: Besonders gefährlich sind undichte oder poröse Kraftstoffleitungen im Motorraum. Sollten Autofahrer hier einen Benzin oder Dieselgeruch wahrnehmen, muss der Motorraum genau untersucht werden. Zur Vorsorge rät der AvD, alle zwei Jahre alle Schlauchverbindungen prüfen zu lassen.

2. Hydraulik und Ölversorgung: Besonders bei neuen Fahrzeugen ist hier Vorsicht geboten. Denn undichte Druckleitungen beispielswiese der Servolenkung, der Fahrwerkshydraulik oder auch der Schmierung des Turboladers versprühen einen Ölnebel. Der kann sich schon nach 20 Sekunden auf dem glühend heißen Auspuffkrümmer, dem Katalysator oder dem Turbolader entzünden, warnt der AvD. Der Grund für eine undichte Druckleitung kann unter anderem ein Marderbiss sein.   

3. Elektrik und Elektronik: Durchgescheuerte Kabel können zu einem Kurzschluss führen. Meist entsteht daraufhin erst einmal ein Schwelbrand. Ein Anzeichen dafür sind flackernde Anzeigeinstrumente und ein Stromverlust am Auto. Hält der Fahrer in dieser Situation allerdings nicht rechtzeitig an, kann noch mehr daraus werden. Da Pkw meist keinen Zentralschalter für die Elektrik haben, empfiehlt der AvD, einen solchen vorsorglich installieren zu lassen. Gleichzeitig rät er bei der modernen Elektronik allerdings davon ab, selbst am Auto herum zu bastelt. 

4. Äußere Einflüsse: Einen großen Schaden können glühende Zigarettenstummel anrichten, die von Vorausfahrenden aus dem Fenster geworfen werden und sich dann beim nachfolgenden Wagen in der vorderen Kunststoffverkleidung einbrennen. Laut dem AvD steigt die Anzahl derartiger Entzündungen, weshalb solche Vergehen in der Brandanalyse nun verstärkt verfolgt werden.

5. Selbstentzündung: Vor allem im Sommer können Wald- und Wiesen-Parkplätze sehr gefährlich werden. Der Grund: Heiße Auspuffanlagen und Katalysatoren können das trockene Gras oder Laub, auf dem das Auto steht, entzünden.  

Der Ausbruch eines Feuers kündigt sich durch Brandgeruch, Rauchentwicklung oder den Ausfall bestimmter Instrumente beim Auto an. Oft verliert der Wagen auch an Leistung. In diesen Fällen muss der Autofahrer so schnell wie möglich an einer sicheren Stelle anhalten, alles abschalten, außer die Warnblinkanlage, eine Warnweste überziehen und mit großer Vorsicht nach der Ursache suchen. Ist ein Autofeuerlöscher mit mindestens zwei Kilogramm Füllmenge oder eine Feuerlöschdosen an Bord, können die Flammen damit bekämpft werden.

(jg)

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