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Wie schädlich sind Dieselabgase wirklich?

Viele Lungenfachärzte zweifeln inzwischen die Gesundheitsgefahr von Dieselabgasen massiv an
© Foto: Fotolia/Fotohansel

Während einige Lungenärzte Tausende Tote durch Dieselabgase befürchten, halten andere Kollegen die Gefahr für relativ gering. Eine neue Überprüfung der Grenzwerte soll Klarheit schaffen.


Datum:
23.01.2019
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Anfang Dezember 2018 hatte der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP), Klaus Rabe, auf die enormen Gesundheitsrisiken durch Dieselabgase hingewiesen und damit eine heftige Debatte über dieses Thema entfacht. Wie die Online-Ausgabe der Tagesschau berichtet, hat sich in diese Diskussion nun auch der ehemalige Präsident der DGP, Dieter Köhler, eingeschaltet. Er halte die meisten Studien, die es zu den Gesundheitsgefahren durch Dieselabgase gebe, für "methodisch fragwürdig", sagte er. Man könne sie sehr gut widerlegen.

Viele Faktoren nicht berücksichtigt

In der Studie, auf die sich Rabe beruft, hatten Forscher die Krankheiten der Stadtbevölkerung mit denen von Menschen auf dem Land verglichen. Etwaige Unterschiede begründeten die Forscher einzig und allein mit dem erhöhten Stickstoffdioxid-Ausstoß (NO2) von Dieselfahrzeugen in der Stadt. Andere Faktoren wie beispielsweise fehlende Bewegung oder das Rauchen seien hingegen in der Studie nicht berücksichtigt worden.

Köhler stellen sich da die Nackenhaare auf. Er kritisiert diese Tatsache massiv, berichtet tagesschau.de. Der Lungenfacharzt fordere deshalb eine erneute Überprüfung der bisherigen Grenzwerte. Schließlich habe die Debatte im Fachverband der Lungenärzte und die Festlegung der Grenzwerte letztlich großen Einfluss auf den aktuellen Streit um Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge in deutschen Innenstädten. 

Kritik scheint angemessen

Mit seiner Kritik steht Lungenfacharzt Köhler nicht alleine da. Mittlerweile seien mehr als 100 Lungenfachärzte und Aerosolforscher derselben Ansicht, heißt es auf der Website des ARD-Nachrichtenmagazins. Auch das Umweltbundesamt (UBA) habe inzwischen eingeräumt, dass ein direkter Beweis für die Gesundheitsgefahr durch Stickstoffdioxid nicht einwandfrei möglich sei. Wohl aber gebe es "Effekte in epidemolgischen Studien", heißt: mehr NO2 ist laut KBA ein Indikator für mehr Erkrankungen, aber keine "singuläre Ursache".

(ts)

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