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Wieder mehr Unfälle durch Drängler

Wer drängelt, gefährdet nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern kann auch mit einem Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen
© Foto: bluedesign/Fotolia

Die Zahl der von Dränglern verursachten Verkehrsunfälle ist laut Auto Club Europa (ACE) wieder angestiegen. Die Ursachen für die teils folgenschweren Crashs sind zu viel Tempo und zu wenig Sicherheitsabstand.


Datum:
28.02.2014
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2012 fuhren insgesamt 44.468 Autofahrer zu dicht auf ihren Vordermann auf und verursachten so schwere Unfälle mit Toten und Verletzten. Damit wird in dieser Unfallkategorie der 2009 erreichte Höchststand sogar noch übertroffen, wie der Auto Club Europa (ACE) mitteilt. Während im Jahr 2012 pro Monat umgerechnet 3.706 solcher Drängler-Crashs passierten, waren es in den ersten zehn Monaten des Jahre 2013 schon knapp 3.800.

Doch nicht bei allen Abstandsverweigerern handelt es sich um "böswillige" Drängler, sind sich ACE und Polizei sicher. "Gerade im Berufsverkehr fahren viele nur gedankenlos zu dicht auf. Sie unterschätzen einfach die Gefahr", zitiert das ACE-Clubmagazin den Leiter der Autobahnpolizei Düsseldorf, Eckhard Oberbeckmann. Nach Darstellung des ACE sind auch längst noch nicht alle Fahrzeuge mit modernen Fahrerassistenzsystemen ausgestattet, die durch dynamische Abstandshalter und automatische Notbremseinrichtungen in der Lage wären, schlimme Auffahrunfälle vermeiden zu helfen.

Die wichtigste Regel für den richtigen Abstand lautet: Halber Tachowert in Meter Abstand zum Vorausfahrenden. Bei Tempo 100 wären das 50 Meter. In der Stadt müsste für den optimalen Sicherheitsabstand eine Differenz in der Länge von 25 Metern bei Tempo 50 gelassen werden – eine Lücke, die der Länge von etwa fünf Fahrzeugen entspricht. Das ist in der Praxis aber meist sehr schwierig. Wer den Abstand reduziert, muss daher immer bremsbereit sein. Bei Tempo 50 werden in einer Sekunde fast 14 Meter zurückgelegt, gibt der ACE zu bedenken. Aufgrund der Schrecksekunde kann es bei einem zu geringen Abstand dann schnell ziemlich knapp werden.

Wer drängelt und zu dicht auffährt, muss mit drastischen Strafen rechnen. Wer beispielsweise lediglich einen Abstand von 15 Metern einhält, muss bei Tempo 100 mit 100 Euro Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg rechnen. Der gleiche Abstand bei Tempo 130 führt laut ACE zu einem Fahrverbot von einem Monat, 240 Euro Strafe und vier Punkten. Wer mit 160 drängelt, verliert den Führerschein sogar für zwei Monate und zahlt 320 Euro Geldbuße.

(ab)

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