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Die Qualität zeigt sich bei Regen

Der ACE testete Sommerreifen der unteren Preiskategorie
© Foto: Foto: ACE Lenkrad / Tschovikov

Der Auto Club Europa (ACE) in seinem ersten Sommerreifentest 2016 zehn Autoreifen der unteren Preiskategorie in der Dimension 195/65 R15 getestet – einer Reifengröße, wie sie häufig auf Autos der Kompaktklasse Verwendung findet.


Datum:
12.02.2016
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Der Auto Club Europa (ACE) in seinem ersten Sommerreifentest 2016 zehn Autoreifen der unteren Preiskategorie in der Dimension 195/65 R15 getestet – einer Reifengröße, wie sie häufig auf Autos der Kompaktklasse Verwendung findet. Schwerpunkt bei der Auswahl der Reifen lag auf dem Preis – einige der getesteten Reifen finden sich schon für knapp 35 Euro im Internet-Handel. Als Referenz dienten Reifen der Hersteller Nexen und Hankook, mit denen das Testfahrzeug auch serienmäßig vom Band rollt.

Testsieger beim ACE-Sommerreifentest 2016 wurde der Nexen N‘Blue HD Plus (152 von 190 Punkten) vor dem Hankook Kinergy Eco K425 und dem Pneumant Summer HP4, die beide gleichauf liegen (146 Punkte). Alle drei Modelle überzeugten sowohl auf trockener als auch auf nasser Fahrbahn – eine Aufgabe, die jeder gute Sommerreifen leisten muss. Doch andere Reifen zeigten genau hier Schwächen: Der Sava Intensa hp, auf trockener Fahrbahn auf Platz drei, fällt auf Nässe deutlich ab und landet durch seine schlechten Brems- und Handlingswerte auf nasser Fahrbahn nur auf dem achten Platz.

„Bedenklich schlechte Werte“ auf Nässe bescheinigten die Tester jedoch dem GT Radial Champiro FE1. Er kam beim Bremsen von Tempo 100 erst nach 61,7 Metern zum Stehen – 15,4 Meter hinter dem Testsieger Nexen (46,3 Meter), teilten die Tester vom ACE mit. Mit anderen Worten: Wo das Testfahrzeug mit Nexen-Bereifung schon steht, kracht der Wagen mit GT-Radial-Reifen mit etwa Tempo 50 ins Stauende. „Während das Feld auf trockener Fahrbahn noch eng beieinander liegt, zeigen sich die Qualitäts-Unterschiede erst richtig bei Regen“, sagte ACE-Reifenexperte Gunnar Beer. „Der GT Radial ist dann kaum noch fahrbar, der Reifen sammelt nur bei Trockenheit und beim Kaufpreis Punkte“, lautet das Fazit des Reifenexperten.

Deutliche Kritik übt Gunnar Beer übrigens auch am Reifenlabel: „Für die Kaufentscheidung ist das Reifenlabel absolut ungeeignet: Sowohl der beste als auch der schlechteste Reifen landen in der zweitbesten Kategorie ‚B‘. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Hier muss die EU im Sinne der Verbraucher nachbessern, besser kontrollieren und härtere Strafen bei Missbrauch durchsetzen.“

(ACE/tom)

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