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Lackversiegelungen im Test

Die GTÜ testete Versiegelungen auf Polymerbasis
© Foto: Hoffmann/GTÜ

Synthetische Lackversiegelungen auf Polymerbasis gelten als Alternative zu klassischen Autowachsen. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat sechs Produkte geprüft.


Datum:
13.01.2016
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Synthetische Lackversiegelungen auf Polymerbasis gelten als Alternative zu klassischen Autowachsen. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat sechs Produkte geprüft.

Die neuen Mittel liegen im Trend, ihre Fürsprecher betonen, dass sie  wirkungsvoller als klassische Autowachse auf dem Blech haften sollen, stärker aushärten und eine höhere Schichtdicke erreichen können. Das mache sie resistenter gegen Waschanlagenbürsten und Chemikalien in Waschzusätzen.

Testsieger mit dem Prädikat „sehr empfehlenswert“ wurde Sonax Xtreme Protect + Shine Hybrid NPT vor Armor All Shield Lackversiegelung. Als „empfehlenswert“ erwiesen sich Meguiar's Mirror Glaze Professional Synthetic Sealant 2.0 und Menzerna Power Lock Ultimate Protection, als „bedingt empfehlenswert“ Chemical Guys Jet Seal und Chem-Tools Acryshield.

Die GTÜ-Experten bearbeiteten dazu einen gut erhaltenen, sechs Jahre alten Einser BMW mit schwarzem Buntlack und einen zwei Jahre alten Passat Variant in schwarz-metallic. Auf Motorhaube und Dach der beiden Fahrzeuge waren jeweils Testfelder für die einzelnen Produkte abgeklebt worden. Im Ergebnis sollten die Versiegelungen beim Schwammauftrag weder kleben, noch bremsen und möglichst nur kurz antrocknen müssen. Das überschüssige Material sollte mit einem Poliertuch bei minimalem Kraftaufwand ohne zu schmieren wieder abgenommen werden können.

Noch wichtiger war den GTÜ-Testern die Wirkung der Polymerversiegelungen. Nach Auftrag der Versieglungen auf die Testwagen und in der Abfolge von zehn Waschprogrammen in einer Portalwaschanlage beurteilten sie den Zustand des Lackes hinsichtlich Farbauffrischung, Gleichmäßigkeit, Glanzgrad und Glanzschleier. Die Bestimmung von Glanzgrad und Glanzschleier erfolgte mit einem speziellen optischen Messgerät. Der Glanzgrad ist dabei eine Maßzahl dafür, wie stark ein einfallender Lichtstrahl vom Lack reflektiert wird. Glanzschleier entsteht durch Streulicht. Je weniger Streulicht gemessen wird, desto besser hat die Versiegelung gewirkt.

Die meisten Punkte aber gab es für die Qualität der Konservierungswirkung. Die Tester sprühten dazu nach Auftrag der Testprodukte und nach jedem der zehn vorgesehenen Waschvorgänge mit einer Sprühlanze Wasser auf den trockenen Lack, um dann das sogenannte Netzverhalten auf dem Lack zu beurteilen. Viele kleine Wassertropfen, die schnell ablaufen, lassen auf eine stark hydrophobe Konservierungsschicht schließen und sind ein Gradmesser dafür, wie gut die Fläche gegen Umwelteinflüsse jeglicher Art geschützt ist. Ungünstig sind Wasserfilme, die nur langsam aufreißen und zögerlich ablaufen, so wie das bei Chemical Guys und Chem-Tools praktisch schon vor dem ersten Waschanlagendurchlauf der Fall war. Entsprechend war bereits nach der fünften Wäsche bei diesen Produkten verglichen mit der unbehandelten Referenzfläche der Testfahrzeuge praktisch keine Konservierungswirkung mehr feststellbar.

Ein gutes klassisches Autowachs leiste da zu wesentlich günstigeren Preisen sogar mehr, urteilten die Prüfer der GTÜ. Meguiar’s und Menzerna wurden von den Lackexperten der GTÜ schon deutlich besser beurteilt. Sehr schwache Konservierungswirkung war hier immerhin auch noch nach der zehnten Wagenwäsche zu verzeichnen. Die Versiegelungen von Sonax und Armor All lieferten bis zur fünften Wagenwäsche sogar sehr gutes bis gutes Netzverhalten. Nach Wäsche Nummer 10 zeigte Armor All immerhin noch befriedigendes Netzverhalten. Sonax hingegen lag beim GTÜ-Test immer noch bei sehr guten bis guten Konservierungsergebnissen.

(GTÜ/tom)

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