Samstag, 07. Dezember 2019

01.09.2018Nachrichten

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Volkswagen kämpft mit WLTP

Golf
Der Golf hat noch keine WLTP-Freigabe erhalten
© Foto: Volkswagen

Wenige Tage vor dem 1. September 2018, ab dem nur noch Fahrzeuge, die mit dem WLTP Verfahren gemessene Abgaswerte haben, zugelassen werden können, nahm Volkswagen Stellung zur aktuellen Situation der Marke hierzulande aus der Vertriebsperspektive. Thomas Zahn, Leiter Vertrieb und Marketing der Marke Volkswagen Pkw in Deutschland, zog am 30. August bei einer Telefonkonferenz für den bisherigen Jahresverlauf eine positive Bilanz. Auch August werde ein starker Monat. Aber: "September und Oktober werden deutlich herausfordernder." Wegen der WLTP-Umstellung bleiben die beliebtesten Modelle der Marke zwar bestellbar, Aussagen zu Lieferzeiten können aber bei vielen Fahrzeugen derzeit nicht gemacht werden, und auch die Zulassungen werden voraussichtlich leiden.

Auftragseingänge auf Normalniveau

Die Auftragseingänge seien aktuell aber auf "Normalniveau", so Zahn. Er dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich dem Handel für seinen Einsatz. Auch sei kein Push bereits produzierter nicht nach dem WLTP-Verfahren zertifizierter Fahrzeuge mehr zu erwarten. Aktuell gebe es nur noch eine "einstellige Tausenderzahl" solcher Fahrzeuge, die noch nicht verkauft sind. Diese dürften mit Sondererlaubnis des KBA noch bis Ende August nächsten Jahres verkauft werden.

Golf noch ohne WLTP-Freigabe

Sieben der vierzehn Modellreihen hätten derzeit eine WLTP-Freigabe, teilte Zahn mit. Dies seien Up, Polo, T-Roc, Passat, Passat Variant, Arteon und Touareg. Der "Golf" stehe kurz vor der Freigabe, diese werde in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet. Spätestens Ende September könnten dann auch für das Volumenmodell wieder Lieferzeiten genannt werden. "In drei Monaten werden wir wieder sehr nahe an voller Verfügbarkeit sein." Plug-In-Hybride werden aber erst 2019 wieder bestellbar sein.

WLTP steht für "Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure". Der neue europaweite Standard ist ein Messverfahren, das für realistischere Werte bei den Schadstoff-Emissionen sowie beim Verbrauch sorgen soll. Die Untersuchungen sind gründlicher als im bisherigen Verfahren NEFZ. Von Samstag an dürfen nur noch Autos neu zugelassen werden, die den neuen Prüfstandard durchlaufen haben.

(Doris Plate/AUTOHAUS)

 

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