Deutschland ist kein Land der Raser

Deutsche Autofahrer halten sich durchschnittlich oft an vorgegebene Geschwindigkeiten
© Foto: stockbyte/thinkstock

Kritiker der jüngsten Strafverschärfung für zu schnelles Fahren befürchten durch die StVO-Novelle deutlich mehr Fahrverbote. Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) stützen das nicht.


Datum:
02.05.2020
Autor:
Theresa Siedler
Lesezeit: 
3 min

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Die höheren Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen, die seit Inkrafttreten der StVO-Novelle verhängt werden dürfen, werden wohl nicht zu einem rasanten Anstieg von Fahrverboten in Deutschland führen. Darüber berichtet die Onlineausgabe der Zeitschrift Autoflotte. Zwar drohe Autofahrern ab sofort außerorts schon bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 26 km/h ein Monat Führerscheinverlust, doch der deutsche Durchschnittsfahrer brauche sich – zumindest statistisch gesehen – nicht vor einer temporären Zwangspause zu fürchten.

Grund hierfür ist, dass sich die Deutschen meist an Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Dies bestätigen aktuelle Zahlen, die die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ermittelte. Demnach liegt die mittlere Geschwindigkeit in Tempo-100-Zonen auf der Autobahn bei 103,3 km/h. Diese geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitung liegt im Bereich der Messtoleranz, berichtet Autoflotte. Seien 120 km/h erlaubt, bleibt der Schnitt mit 115,6 km/h sogar darunter, belegen außerdem die Auswertungen der BASt. Auch auf unbeschränkten Abschnitten komme es auf deutschen Autobahnen nicht zu sinnloser Raserei: Die mittlere gefahrene Geschwindigkeit liegt dort im Schnitt bei 124,7 km/h.

Für die Auswertung berücksichtigte die BASt Werte für Pkw, leichte Nutzfahrzeuge und Motorräder. Langsamere Lkw floßen in die Zahlen nicht ein.

(ts)

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