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E-Mobilität: Hohe Wartungskosten

Die Wartungskosten für Elektrofahrzeuge sind mehr als doppelt so hoch als die von vergleichbaren Benzinern
© Foto: Friso Gentsch/dpa/picture-alliance

Eine US-amerikanische Studie hat die Wartungskosten von Elektrofahrzeugen mit denen von herkömmlichen Verbrennern verglichen – und dabei ein überraschendes Ergebnis erhalten.


Datum:
09.08.2021
Autor:
Bastian Hambalgo
Lesezeit:
2 min
1 Kommentare

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Eigentlich sollte man meinen, dass Elektromobilität durch den Wegfall klassischer Wartungsbereiche wie zum Beispiel dem Nachfüllen von Motor- oder Getriebeöl auch deutlich geringere Kosten produziert als die herkömmlichen Modelle mit Verbrennungsmotor. Die Marktanalysten von „We Predict“ sind diesem Thema nachgegangen und haben für eine Studie insgesamt 1,6 Millionen Wartungs- und Reparaturaufträge von rund 300 Fahrzeugmodellen ausgewertet. Das Ergebnis: Derzeit ist die Wartung von E-Fahrzeugen noch teurer.

Ursachenforschung

Um es in konkreten Zahlen auszudrücken: Die mittleren Servicekosten liegen für Stromer in den ersten drei Monaten bei rund 123 US-Dollar. Benziner produzieren in der gleichen Zeit Kosten von lediglich 53 US-Dollar. Hierbei sind sowohl die Teilekosten (28 US-Dollar) als auch die Kosten für die Arbeitszeit (25 US-Dollar) bei Pkw mit Benziner vergleichsweise niedrig angesiedelt. Für E-Fahrzeuge muss man mit mehr als dem Doppelten rechnen. Die Teile kosten im Schnitt 65 US-Dollar und die Arbeitszeit 58 US-Dollar.

Zukunftsprognose

Eine einfache Lösung, die direkten Auswirkungen dieser Tatsache abzufedern, sind Servicepakete, die man beim Kauf oder Leasing hinzubuchen kann. Auch ist davon auszugehen, dass die durchschnittlichen Kosten mittelfristig sinken werden, wenn Elektrofahrzeuge verbreiterter sind. Ein weiteres Problem, das auf die Besitzer von Elektrofahrzeugen zukommen könnte, ist der Wiederverkaufswert. Aufgrund der sinkenden Ladekapazitäten der verbauten Akkupakete dürften nach Einschätzung von „We Predict“ viele Stromer nach acht bis zehn Jahren nahezu unverkäuflich sein. Ein Problem, das auch den Wert von Plug-in-Hybrid-Modellen mindern kann.

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KOMMENTARE


Rolf Dautel-Haußmann

19.08.2021 - 09:48 Uhr

Eine Pressemeldung ohne genaue Angaben zur durchgeführten Untersuchung und dem Untersuchungsdesign mit Zugang zu den Rohdaten, mit Hintergrundangaben zum untersuchenden Institut und dem Auftraggeber der Untersuchung kann ich nicht als verlässliche Information ansehen. Eine kurze Internet-Recherche ergibt, dass die „We Predict Ltd.“ im Auftrag von Fahrzeugherstellern deren Marktlage analysiert und Hinweise dafür gibt, wie ihre Auftraggeber ihre Marktsituation verbessern können. Sollte hier ein Verbrenner-Hersteller einen Forschungsauftrag vergeben haben, um untersuchen zu lassen, wo seine Vorteile im Marktsegment liegen? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Was den Wertverlust gebrauchter Elektro-PKW angeht, so gibt es im Moment noch kaum gesicherte Daten. Ein Blick in die einschlägigen Internet-Portale für Gebrauchtfahrzeuge zeigt aber schnell, dass der Wertverlust von Elektro-PKW trotz der massiven Förderung von Neufahrzeugen nicht überdurchschnittlich im Vergleich zu Verbrennern ausfällt. Auch die ständig geschürte Furcht vor nachlassenden Kapazitäten der Batterien wird von realen Erfahrungen widerlegt, es sei denn man ist mit Laufleistungen von 300.000 km und einer Restkapazität von annähernd 90 % nicht zufrieden. So ein konkretes Beispiel für ein Tesla Model S der ersten Baureihe. Unbewiesene Behauptungen werden nicht dadurch wahrer, dass sie ständig wiederholt werden.


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