Sobald die Temperaturen sinken, tun sich die meisten E-Autos immer noch schwer, ihre optimalen Reichweiten zu erreichen. Auch Verbrenner brauchen im Winter mehr Treibstoff, aber elektrisch angetriebene Fahrzeuge haben allein schon aufgrund der Gegebenheit, dass sich Batterien mit der gebräuchlichen Zellchemie bei tiefen Temperaturen schwerer tun, höhere Verbräuche. Noch dazu zehrt die Heizung am Stromspeicher.
So mancher Hersteller hat aber das Zusammenspiel aus Batterieelektronik und Antrieb inzwischen gut im Griff. Der ADAC hat in einem neuen Test 14 familientaugliche Fahrzeuge bekannter Hersteller auf die Langstrecke geschickt und wollte herausfinden, wer mit am wenigsten Ladestopps eine simulierte Strecke von 580 km bei 0° Außentemperatur bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 116 km/h schafft. Laut WLTP-Reichweitenangaben sollten alle Fahrzeuge zumindest 500 km weit kommen.
Das Ergebnis zeigt, dass es nur zwei Fahrzeuge im Testfeld gab, die mit einem Ladestopp die Strecke schafften. Die Nase vorn hatte dabei der Audi A6 Avant e-tron, der in den 20 Minuten Ladepause Strom für weitere 300 km laden konnte. Sein Verbrauch von 23,2 kWh auf 100 km war der zweitbeste im Feld. Das zweite Fahrzeug war der smart #5, der mit seiner hohen Ladegeschwindigkeit mit bis zu 400 kW punkten konnte. Allerdings lag der Verbrauch bei 28,9 kWh. Am unteren Testende war der BYD Sealion 7 Excellence AWD zu finden, der mit 35,3 kWh Verbrauch am letzten Platz lag.
Dabei ist zu beachten, dass manche Fahrzeuge mit 800 V-Ladetechnologie ausgestattet waren, was in der Regel schnelleres Laden erlaubt. So mancher Hersteller schafft es aber, mit günstigerem 400 V-Setup das Maximum herauszuholen. Der VW ID. 7 Tourer Pro zum Beispiel konnte damit in den 20 Minuten Ladepause mehr als 200 km Reichweite nachladen.
Es empfiehlt sich also ein genauer Blick von dem Kauf, wie gut die Hersteller die Effizienz und Ladeperformance ihrer Modelle im Griff haben. Den ganzen Test finden Sie über den nachfolgenden Link.